Schwarzwaldwoelfin
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Die 10 Gebote

Die 10 Gebote ... oje, jetzt kommt sie auch noch mit denen daher. Wer will heute noch was davon hören? Wer will heute überhaupt noch was von Gott hören? Gott ... wo soll der sein? Warum läßt er all das zu?

 

Ja ... eine gute Frage ... warum läßt Gott all dieses Leid zu? Vielleicht - lieber Leser - weißt Du das nicht, aber die Welt wurde Lucifer gegeben, damit er hier regieren kann ... Und wir ? Was wir hier suchen, fragst Du? Nun ... Du und ich ... wir sollen uns entscheiden, ob wir der Welt dienen oder Gott. Das ist alles.

 

Wenn Du das nicht hören oder lesen willst, dann ist das völlig ok. Du musst das nicht. Ich verstehe es sogar, wenn Du sagst, Du willst nichts von Gott wissen, weil in Gottes Namen so viel Grausamkeiten verübt worden sind. Aber ich möchte Dich dennoch darauf hinweisen, dass das nicht die Wahrheit ist. Die Grausamkeiten sind nicht von Gott verübt worden, sondern von Menschen. Und diese Menschen folgten Befehlen oder Anweisungen, anstatt selbst in sich hinein zu hören, um Gott zu finden. Ja ... lieber Leser ... Du hast absolut recht. Ich bin da ganz bei Dir ... so viele Menschen wurden getötet ... bestialisch getötet ... auf Befehle der Kirchen und Religionen. Deshalb glaube ich auch nicht an sie ... weder an Kirchen noch an Religionen. Aber ich glaube an Gott und das von ganzem Herzen. Und deshalb kann und will ich auch nicht aufhören, von ihm zu erzählen und für ihn zu werben. Weil so viele Menschen ihn einfach völlig falsch sehen und falsch verstehen ... weil sie einer Gehirnwäsche unterzogen wurden von Oberhäuptern der Kirchen, die schon Jesus als Natterngewächs bezeichnet hat. Lies mal ... in der Bibel steht das drin. Er wandte sich auch schon gegen die "Schriftgelehrten", die so heilig taten ... doch nur "schein-heilig" waren. Jesus hatte das aufgedeckt ... die Werke dieser Heuchler.

 

Die 10 Gebote werden auch von den Religionen gelehrt. Allerdings wurden sie oft mißbraucht, um Angst zu schüren und die Menschen durch Schuldzuweisungen klein zu halten. Um sie aber in ein richtiges Licht zu rücken, möchte ich sie heute ausgraben, den Staub von ihnen wischen und sie hier aufschreiben, weil ich sie für so wichtig halte. Sie bleiben - zumindest für mich - eine Richtschnur, wie ich leben sollte, damit es mir gut geht. Und genau dafür wurden sie uns gegeben ... damit es uns gut geht. Halten wir uns an sie und nehmen sie wirklich von Herzen ernst, dann helfen sie uns automatisch dazu, in keine dunkle Falle zu laufen. Und diese Fallen lauern überall ... heute wie damals ... aber heute um ein Vielfaches mehr.

 

Wenn Du möchtest, schau sie Dir mit mir zusammen an und lerne sie neu zu lesen. Wenn Du Gott glaubst und wenn Du Deinen inneren Frieden finden möchtest, so hast Du hier eine Richtlinie, die Dir dazu helfen kann.

 

1. Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

 

Das 1. Gebot steht an 1. Stelle. Das ist bewusst so gewollt und auch absolut sinnvoll, denn es ist genau das Gebot, das am wenigsten eingehalten wird. Wir brauchen uns nur einmal umschauen und sehen in Blitzesschnelle wie viele Götter der Mensch sich gemacht hat. Genau an diesen läßt sich schnell erkennen, welchem Gott er nachläuft. Es gibt nur einen, dem wir vertrauen können. Wer einem anderen anhängt ... und dabei spielt es keine Rolle, welchem, der kann unmöglich dem wahren Gott vertrauen und ihn ehren.

Als Beispiele seien nur genannt ... der ganze Medienwahn ... tägliche Berieselung durch TV, PC, Smartphones oder sonstige Medien, von denen man nicht weiß, was darin wirklich alles verborgen ist ... Partner machen sich gegenseitig zu Göttern ... Eltern erklären ihre Kinder zu Göttern ... Sportler ihre Vereine ... usw. Sie alle haben sich längst von Gott abgewandt und beten andere/s an.

 

2. Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

 

Hierzu gehört alles, das im "Namen des Herrn" oder "im Namen Gottes" durchgeführt wird. Unzählige Kriege und Feldzüge wurden so geführt ... Kinder mißbraucht ... Tiere getötet ... Völker ausgerottet ... Menschen verfolgt, gejagt und verbrannt ... alles im Namen des Herrn.

 

3. Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.

 

Dies ist ein Gebot, dem heute nicht mehr viel an Bedeutung zugemessen wird. Um es ganzheitlich zu betrachten, muss weit zurückgeblickt werden, damit es verständlich wird. Tatsächlich hielten die "Alten" sich noch an dieses Gebot und legten am Feier- oder Sonntag die Arbeit nieder, um zur Ruhe zu kommen. Der Tag begann meist mit einem Kirchengang, um Gott zu loben und zu danken für Haus und Hof und eine gute Ernte, usw. Der Rest des Tages galt der Familie. Man aß gemeinsam ein "besonderes" Mahl, unternahm einen Spaziergang und sass mittags zum Kaffee zusammen. Ich durfte dies als Kind noch erleben und bin sehr dankbar dafür.

Wie verbringt man heute diese Tage? Ich kenne unzählige Menschen, die sich Arbeit mit nach Hause nehmen ...  aufgrund der Notwendigkeit, dass Ehepartner beide arbeiten müssen, bleibt viel an Haushalt liegen, der dann am Wochenende abgearbeitet werden muss ... immer mehr Dienstleistungen erfolgen auch "sonntags" und keiner würde einen Sonn- oder Feiertag mehr mit "Ruhe" und "Stille" in Verbindung bringen. Stattdessen wird geplant und Termine vergeben, als würde kein Morgen mehr stattfinden. Und das betrifft auch die Freizeitaktivitäten und die Vergnügungsindustrie.

 

4. Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

 

Da ich weiß, dass zwischen der letzten und der jetzigen Generation sehr viele Konflikte bestehen, die manchmal leider nicht mehr zu bereinigen sind, möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass dieses Gebot heißt, dass wir Vater und Mutter "ehren" sollen. Nirgendwo steht geschrieben, dass wir sie "lieben" müssen. Aufgrund oft schlimmer Vorkommnisse ist dies oft nicht mehr möglich ... wenn aber Opfer bereit sind zur Vergebung (und das würde ich empfehlen, weil es wichtig ist) ... können sie Vater und Mutter zumindest dafür ehren, dass sie ihnen das Leben geschenkt haben. Dies ist aber ein großer Reifeprozess und sollte unbedingt gesondert betrachtet werden.

Vater und Mutter zu ehren heißt aber für mich in erster Linie, anzuerkennen, dass sie sich zur Verfügung gestellt haben, uns auf die Erde zu holen ... uns mit dem versorgt hatten, was wir zum Leben benötigten und ... und das ist sehr wichtig ... ihre eigene Lebensgeschichte dabei im Gepäck hatten. Diese Lebensgeschichten sind oft ebenfalls schlimm und traumatisch, so dass sie nicht fähig waren, uns etwas Besseres mitzugeben, als das, was wir zuweilen mitbekommen haben.

Vater und Mutter zu ehren heißt für mich auch ... ihre Geschichten einmal anzuschauen, mich damit zu befassen, wie sie gelebt haben und aufgewachsen sind. Oft kommt dann ein neues Verstehen und Erkennen, das dann wieder zu Vergebung führen kann.

 

Vater und Mutter ehren heißt ... ihnen, als den E(Ä)lter(e)n ... Raum zu geben für ihr Sein. Heute trifft man leider allzuoft auf die Meinung, die Alten haben nichts mehr zu melden. Die Kinder übernehmen das Kommando und die Alten müssen sich fügen oder verlieren den Familienanschluß. Gerade in der jetzigen Zeit ist das ein sehr großes Phänomen, das zu beobachten ist.

 

Übrigens Großväter und Großmütter sind ebenfalls Väter und Mütter ... sogar noch älter und somit auch zu ehren. Und ... Schwiegermütter und Schwiegerväter ebenso.

 

5. Gebot
Du sollst nicht töten.

 

Hier ist - denke ich - nicht allzuviel dazu zu schreiben. Töten ist Mord und Mord ist nicht nur vor Gott, sondern auch vor dem Gesetz strafbar. Das versteht soweit jeder.

Es gibt allerdings noch viele andere Tötungsdelikte, die gar nicht so gesehen werden. Ich spreche z.B. hier von Menschen, die "mundtot" gemacht werden ... die verfolgt werden ... die gestalkt oder vertrieben werden ... im Prinzip ist jede Handlung, die dazu führt, dass ein Mensch traumatisiert wird, eine Form von Töten, da diese Menschen in einen Totstellreflex gebracht werden, weil sie sich weder wehren noch die Flucht ergreifen können.

 

Übringens ... zum Töten zählt auch die massenhafte Hinrichtung Millionen von Schlachttieren ... das Quälen von Nutztieren wie Eseln oder Pferden, o.a. ... es zählt auch die Jagd dazu ... oder das massenhafte Töten von Straßentieren überall auf der Welt.

 

6. Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.

 

Auch hier - denke ich - weiß jeder, was gemeint ist. Wobei auch hier die Betrachtung eher auf geführte Ehen liegen muss, die in guter Absicht geschlossen wurden. Ausnahmen bleiben immer Zwangsehen oder Ehen, in denen Gewalt vorherrscht

Ich persönlich finde es sehr schwer, dieses Gebot richtig einzuordnen, da es mitunter besser ist, es nicht einzuhalten, als etwas auszuhalten, was letztendlich der ganzen Familie mehr schadet als nutzt.

Generell sehe ich einen Ehebruch eher darin begründet, dass einer der Partner vorsätzlich fremdgeht oder ein Nichtverheirateter durch seine Begierde eine bestehende Ehe auseinander bringt. Was mir auch noch dazu einfällt, wäre eine Tat, in welcher eine Ehe vorsätzlich durch Intrigen von Außen zerstört wird. Das würde ich jedoch auch noch weiter sehen ... nicht nur auf eine Ehe bezogen, sondern z.B. auch wenn ein Ehepartner das gute Verhältnis zwischen Sohn und Mutter oder Tochter und Vater zerstört, um den Ehepartner ganz für sich zu vereinnahmen. Dies hat zwar nicht direkt etwas mit der Ehe zu tun, aber indirekt dann doch wieder. Es gäbe sicher noch mehr an Beispielen und ich finde, man darf es nicht nur auf diese einzige einfache Form reduzieren, dass man eine Ehe nicht verlassen darf.

Ich finde dieses Thema etwas schwierig.

 

7. Gebot
Du sollst nicht stehlen.

 

Auch dieses Gebot könnte man ganz einfach anschauen. Du sollst niemand anderem etwas stehlen und fertig. Aber auch hier muss zunächst einmal geklärt werden, wo Diebstahl überhaupt beginnt. Viele denken doch ... "ach, ich habe noch niemandem etwas gestohlen" ... dabei sehen sie gar nicht, dass sie vielleicht einem anderen Zeit gestohlen haben .... oder Energie ... oder Gefühle .... oder seinen Wert ... Stehlen heißt nicht nur, jemand etwas Materielles wegzunehmen, auch geistiges Gedankengut gehört genauso dazu.

Oder wenn ein Elternteil von geschiedenen Eltern den Kindern verbieten zum anderen Elternteil zu gehen ... wieviel Menschen werden dabei bestohlen?

 

Übrigens ... auch wenn ich nur einen Blei von der Arbeit mit nach Hause nehme - um jetzt mal beim Materiellen zu bleiben - ist das trotzdem Diebstahl. Wenn wir nicht Achtung und Ehre vor dem Besitz anderer haben und glauben, die brauchen das sowieso nicht oder das fällt denen doch gar nicht auf ... so haben wir gestohlen. Und bei genauem Hinschauen, stehlen wir weit mehr, als wir uns bewusst sind.

 

8. Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

 

Wie wichtig ... auch gerade in der heutigen Zeit ... wo es so einfach ist, andere zu verleumden und öffentlich zu diskreditieren. Auf all den ganzen sozialen Plattformen ist es so leicht, etwas über einen anderen zu schreiben, was gar nicht stimmt ... sondern nur entsteht aus persönlich verletzten Gefühlen oder Wut. Ruckzuck steht öffentlich ... für die ganze Welt sichtbar ... eine Aussage, die vielleicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist, und kann nicht mehr zurückgenommen werden. So kann ein Mensch systematisch zerstört werden und nicht wenige Suizide sind auf solche Vorkommnisse zurückzuführen.

 

Aber auch ein ganz großes Thema ist genau dieses Vergehen in der Politik, in den Massenmedien und Aussagen von Religionsführern. Wie oft werden wir belogen und es werden uns Dinge erzählt, die nur dazu dienen, uns gefügig zu halten.

Und auch in persönlichen Beziehungen ...  in Geschäftsbeziehungen ... ja, sogar in Familien werden oft Dinge über andere erzählt, die nicht oder nicht ganz stimmen und so manipulativ eingesetzt, weil sich der Einzelne nicht selbst ein eigenes Bild machen kann. Zurück bleiben dann falsche Meinungen und Betroffene wissen überhaupt nicht, warum sich ein anderer plötzlich anders verhält oder sich vielleicht sogar abwendet.

 

Für mich ist dies eine der schlimmsten psychologischen Waffen überhaupt, weil sie so tief zerstören kann und Menschen absolut ins Abseits befördern kann.

 

Was dieses Gebot natürlich in erster Linie meint, ist: Du sollst nicht lügen. Und auch da liegt oft ein Mißverständnis vor, weil Menschen sich selbst für ehrlich halten. Bei näherer Betrachtung sind sie es aber bei weitem nicht. Wer glaubt, dass es keine Lüge ist, nicht zu sagen, was man denkt und Stellung zu einer Situation zu beziehen, der irrt. Heuchelei ist auch eine Lüge und zwar eine recht hinterhältige. Ein Mensch, der stets so tut, als würde er nur friedlich sein und keine Disharmonie wollen, lügt eigentlich ständig, denn er steht nicht zu sich selbst. Wer aber nicht zu sich selbst steht, hat keine Meinung oder .... vielleicht hat er eine Meinung ... äußert diese aber nicht ... das ist Lüge. Bewusst zurückgehaltene Meinungen sind Lügen, da sie der Außenwelt etwas anderes vorspiegeln, als im Innern vorgeht.

 

Ja ... Lügen gibt es viele ... und Gott möchte uns mit diesem Gebot nur helfen, ein aufrechter und aufrichtiger Mensch zu werden.

 

9. Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

 

sh. 10. Gebot

 

10. Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

 

Gebot 9 und 10 nehme ich zusammen, weil sie für mich zusammen gehören. Soweit ich weiß, waren sie ursprünglich auch mal in einem Gebot zusammengefaßt, aber durch eine Änderung der 10 Gebote hätte plötzlich eines gefehlt und so hat diese beiden getrennt und zu zweien gemacht. Hier jedoch soll es als eines betrachtet werden.

 

Ich dem Wort "begehren"  ist bereits das Wort "Gier" enthalten. Und genau um das geht es hier. Es geht um die menschliche Gier, die allem zugrunde liegt, wovon der Mensch meint, es unbedingt haben zu müssen. Und es gibt - m.E. - nichts Unschöneres als gierige Menschen, die nie zufrieden sind. Menschen, die meinen, nur glücklich sein zu können, wenn sie bestimmte Dinge haben, bei denen es sich dabei doch nur um Prestige-Objekte handelt.

Der Mensch ... hier bei uns ... hat so viel, wie es noch nie zuvor gegeben hat. Er lebt in einer Auswahl an Produkten, die er gar nicht alle ausprobieren und konsumieren kann und doch ... ist ihm das auch noch zu wenig ... und er hätte gerne am besten noch mehr Auswahl.

Dass sich dies nicht nur auf materielle Produkte bezieht, erkennt man ganz schnell daran, wie man mit Menschen umgeht ... sie sind austauschbar geworden.

Tiere werden zu Millionen tagtäglich hingerichtet, um Menschen zu ermöglichen, sich an ihren toten Körpern zu berauschen. Da gibt es XXL-Schnitzel und XXL-Pizzen und "all you can eat". Und auch wenn man diese Portionen am Ende gar nicht bewältigt bekommt, dann wirft man die Reste eben in den Müll ... Körper von Tieren, die umsonst ihr Leben lassen mussten...  auf grausame Art und Weise. Es gäbe so viel dazu zu sagen und es gäbe soviel zu klagen ... was die Gier ... das Begehren ... des Menschen anrichtet.

 

Dabei wäre es so einfach ... man müßte doch nur dankbar sein für das, was man hat. Aber der Mensch wird es nun wieder neu lernen müssen. Er wird lernen müssen dafür dankbar zu sein, dass er warm hat ... dass er etwas zum Essen hat (dann hört die Essensnörgelei von ganz von selbst auf) ... dass er seinen Körper mit Kleidung bedecken kann und dass er eine Familie hat, die zusammenhält. Aber ... der Mensch hat die Wahl ... deshalb ist er hier. Er wird sich entscheiden dürfen, ob er zur Welt gehört oder zu Gott. Nur ... diese Entscheidung wird ihm keiner abnhmen können. Und die kommt ... bald!

 

So, die Sonntagspredigt ist hiermit beendet. Möge sich jeder - der das für sich will - Gedanken machen über das, was ich geschrieben habe, oder nicht. Letztendlich kann es mir egal sein, denn ich habe meinen Weg gewählt. Wenn aber auch nur einer umdenkt, freue ich mich darüber.

 

Einen schönen Sonntag

Gina

 

Alte Zeit - neue Zeit

Gestern las ich einen Filmtip für den Abend. Der Tip beschrieb einen Slapstick-Art-Film mit dem Titel "Idiocrazy". Der Inhalt wird in etwa so beschrieben, dass 2 Menschen (ein Army-Bibliothekar und eine Prostituierte) zu einem Experiment animiert werden. Sie sollen sich für ein Jahr in einen Tiefschlaf versetzen lassen und danach ganz normal weiterleben.

Das Experiment läuft aus dem Ruder, weil die Army-Station aufgegeben wird und die beiden in ihren "Kisten" vergessen werden. Erst nach vielen Jahren wachen sie auf und finden sich in einer Welt vor, die nur noch von dummen Menschen besiedelt wird. Sie sind nun die intelligentesten Wesen dieses Planeten. Alle anderen Menschen haben sich in völlig primitive Zeitgenossen entwickelt.

 

Ich habe nach 35 Minuten abgeschalten, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Die kurze Zeit jedoch, die ich mir das angetan habe, hat mich schon nachdenklich gemacht. Auch wenn der Stoff dieses Filmes masslos überzogen ist, so hat er doch etwas tieferes mitzuteilen. Vieles von dem, was darin enthalten ist, erinnert leider schon an die Gegenwart. Ich kann es gar nicht so richtig hier wiedergeben, da es so billig ist, dass es kaum beschreibbar ist. Man stelle sich Menschen vor, die nur noch von niedrigsten Trieben geleitet werden. Die Erde ist ein einziger Müllhaufen, Häuser umgestürzt und keine Natur mehr vorhanden. Die Bevölkerung ist schmuddelig und überfettet und lebt nur noch völlig asozial.

 

Einen Vergleich mit heute wage ich nicht in dieser Übertreibung, aber vieles findet man tatsächlich in Ähnlichkeit vor. So leben sehr viele Menschen eigentlich wirklich nur noch für Essen, Saufen, TV und Sex. Immer weniger machen sich Gedanken über das, was sie tun ... weder im Außen, noch im Innen. Das fängt bei wirklich kleinen Dingen an, die man mir als völlige Übertreibung vorwerfen kann ... trotzdem bleiben sie Fakt. Ein Mensch, der z.B. täglich ein Brillenreinigungstuch für seine Brille benutzt, würde mich als hysterisch bezeichnen, wenn ich ihn darauf hinweisen würde, was er damit an Müll produziert. Ein kleines Beutelchen, in welchem ein kleines Tüchlein steckt, führt zu Müllproblemen ... klar ... die Alte tickt doch nicht richtig. Das stimmt, wenn man es nur an diesem einen kleinen Teil festmacht. Wenn man aber in Summe 365 Tütchen im Jahr sieht und das ganze für alle Brillenträger dieser Erde ... nun ... wer mag, rechnet mal. Und das ist nur ein winziges Mini-Mini-Beispiel.

Man könnte Bücher füllen, mit solchen Beispielen und hier tauchen noch nicht einmal die großen Schäden der Welt auf.

 

Auch der Stoff, mit dem sich die Mehrzahl der Menschen beschäftigt, zeugt nicht mehr von einer Intelligenz der ursprünglichen "Dichter & Denker", die wir mal waren. Diesen Status haben wir längst abgelegt, genauso wie das "made in Germany", das uns so stolz gemacht hat. Wir haben alles aus der Hand gegeben haben ... auch unseren Verstand. Wir könnten gut sein ... wir könnten so gut sein ... wenn wir uns wieder näher kämen, wenn wir uns wieder helfen würden, wenn wir die alte Ordnung wieder respektieren würden ... wenn Kinder, wieder Kinder wären und Alte wieder "große Mütter" und "große Väter" ... wenn Frauen wieder Frauen und Männer wieder Männer sein könnten.

 

Ich denke so oft an früher und mein Herz wird hell, wenn ich an diese Zeit denke. Die schönen Dorffeste, wo jeder jeden kennt, wo gemeinsam getanzt und gelacht wurde. Die kleinen Läden im Dorf, in die man nicht nur zum Einkaufen ging, sondern auch ein "Schwätzle" halten konnte ... die alten Handwerksberufe, die noch Kunst enstehen ließen ...

Mein Sohn sagte stets zu mir: "Ihr immer, mit euerem Früher ... da gab es auch Krieg und Leid oder Hunger. Das sagen alle Alten. Die träumen immer von früheren Zeiten." Ja, da hat er recht. Und dennoch genieße ich die Erinnerung daran, weil sie mich milde stimmt ... weil sie mir die alten Werte zeigt, die so wichtig waren ... weil sie mein Herz warm macht. Und ich glaube dennoch, dass es noch nie eine solch große Veränderung binnen so kurzer Zeit gab, als die der letzten Jahre ... als die meiner Generation.

 

Und um nun nochmal den Bogen zu dem oben erwähnten Film zu spannen ... stelle ich mir vor, man hätte in meiner Jugend - den 70ern - Menschen in einen Schlaf gelegt und sie heute wieder aufwachen lassen. Bei dieser Vorstellung erkennt man sehr deutlich, dass sich die Gesellschaft wohl so stark gewandelt hat, wie nie zuvor. In dieser kurzen Zeitspanne von nur 40 - 50 Jahren ist so viel geschehen, wie wohl nie zuvor in diese Anzahl von Jahren gepackt wurde. 2012 gab es ein großes Thema ... die Voraussagen der Maya ... und viele haben sich darüber lustig gemacht, dass 2012 beendet wurde und die Welt nicht untergegangen war ... wie es vorausgesagt war. Man hat nur eines übersehen ... die Maya haben niemals gesagt, dass das Leben endet. Sie sagten, dass 2012 die Zeit enden würde. Und das hat sie in der Tat ... auch wenn es so manch einer noch nicht bemerkt hat. Die meisten, mit denen ich gesprochen habe, bestätigen, dass sie fühlen und mitbekommen, dass die Zeit immer schneller läuft. Und genau das hatten die Maya für diese Zeit vorhergesehen. Auch in der Bibel spricht man von der "End-Zeit" ...und wer von dieser Zeit liest, wird vieles heute genauso vorfinden, wie es dort beschrieben wurde (wenn Gott nicht die Zeit verkürzen würde, würde sie kein Mensch überleben).

 

Wir leben in einer spannenden, aber auch zutiest anspruchsvollen Zeit und ich bin glücklich, sie miterleben zu dürfen. Ich sehe mein bisheriges Leben als Vorbereitung für die nun kommende Zeit. Dass wir zurückkehren müssen zu unseren Wurzeln ... das brauche ich nicht schon wieder zu schreiben. Davon habe ich genug gesprochen. Jeder entscheidet selbst, in welcher Zeitlinie er weitergehen möchte. Ich habe meine eingeschlagen ... und wenn sich jeder daran erinnert, wo er herkommt und seinen Ursprung heiligt, sehe ich kein Problem, eine neue gute Kultur zu schaffen und wieder zusammenzuwachsen ... als Menschen und als Volk.

 

Herzlichst

Gina

Zeitenwende - Wendezeit

Ich weiß nicht, wie oft ich nun darüber nachgedacht habe, was ich Euch schreiben soll und was nicht. Die Dinge spitzen sich zu und die Ereignisse laufen immer schneller ab. Das ist zumindest mein subjektives Empfinden. Auch wenn immer noch viele Menschen glauben, dass alles nur dummes Geschwätz ist und bald wieder alles so sein wird, wie sie es gewohnt sind, möchte ich dennoch meine eigene kleine Meinung äußern.

 

Ich wünsche mir, dass die Menschen recht haben und mich irgendwann als "Dummschwätzer" an den Pranger stellen. Wenn mein Gefühl aber doch stimmt, möchte ich mir niemals zum Vorwurf machen wollen, nicht noch einmal eindringlich gewarnt zu haben.

 

Das einzige, was ich damit erreichen möchte, ist, dass die Menschen wachsam sind und darüber hinaus ... sich eingehend reflektieren. Bitte prüft Eure Einsichten, Einstellungen, Euere Moral, Ehrlichkeit und innere Feindseligkeiten und bringt sie in den Frieden. Ich würde mich nicht der Lächerlichkeit preisgeben, wenn ich nicht den dringenden Verdacht hätte, dass dies absolut notwendig und erforderlich ist. Kaum einer kann mehr leugnen, dass er nicht fühlt, dass sich etwas im Dasein verändert und uns Größeres bevorsteht.

 

Warum glaube ich, dass sich eine drastische Veränderung anbahnt ?

Weil es nicht mehr zu übersehen ist, dass die Erde fertig ist.

Schauen wir uns mal unser Dasein etwas näher an:

 

- grauenvolle Abschlachtungen von Milliarden von Tieren

- bestialische Tierversuche in Laboren

- bestialische Züchtungsversuche (sogar zwischen Mensch und Tier)

- drastische Zunahme von Tierquälerei

- drastische Zunahme von Kindesmißhandlung und -mißbrauch

- beschämender Umgang mit Familienmitgliedern, insbesondere der älteren Generation

- drastische Zunahme von Mord und Totschlag auf offener Straße

- bedrohlicher Zuwachs an Brutalität innerhalb der Familien

- immense Zunahme von Alkohol- und Drogenkonsum

- Mißachtung jeglicher Naturvorkommnisse (Planzen und Rohstoffe jeder Art)

- Abholzung so großer Wälder, dass unser Sauerstoff gefährdet ist

- Verseuchung der weltweiten Meere und Ozeane durch unseren Müll

- Artensterben wie nie zuvor

- Verpestung der Luft durch giftige Abgase unzähliger Farbriken (die oft unnütz sind)

- Züchtung von militärischen Waffen in Farbriken von Menschenhand errichtet

- Krieg an unzähligen Brennpunkten dieser Welt

- Nahrungsmittelanbau in unnatürlicher Form unter Ausschluß von Sonne, Wind und Regen

- künstliches Nahrungsmittelangebot, in dem nichts mehr enthalten, was gesund ist

- Bodenqualitäten, die keine gesunde Nahrung mehr hervorbringen können

- Hungersnöte weltweit

- erheblicher Zuwachs der Obdachlosenzahlen

- Förderung von seelenlosen Menschen (Haben zählt mehr als Menschlichkeit)

- Zerstörung familiärer Strukturen (die Jüngssten haben das Sagen, Alte müsse schweigen)

- Zerstörung sozialer Bindungen durch immer mehr Digitalität

- auffallend hohe Respektlosigkeit gegenüber allem

- usw. ....

 

Es gäbe noch weitaus mehr, was ich hier aufzählen könnte, aber es geht mir nicht darum, jedes einzelne Detail zu erfassen, sondern das Bewußtsein wachzurütteln ... damit der ein oder andere deutlicher sich selbst sehen kann.

 

Die berechtigte Frage, die ich nun stelle, lautet:

"Wie wollen wir so weiterleben?"

 

Es erschüttert mich zutiefst, dass es immer noch Menschen da draußen gibt, die glauben, dass bald alles wieder "normal"  sein wird. Ich bitte euch ... wie soll das je wieder normal werden?

Wie sollen wir von unseren Müllbergen, die wir verursacht haben, weil wir dachten, alles haben zu müssen, wieder herunterkommen, wo doch heute jeder weiß, wie lange es dauert, diese abzubauen? Stattdessen schreit man noch immer nach mehr. Dem Menschen wird es nie reichen. Er ist ein wollendes, gieriges Wesen, das niemals genug haben kann. Es sei denn ... er wird dazu gezwungen.

 

Und genau hier sind wir an dem Punkt, den ich nun kommen sehe.

Die Menschheit hat die Wahl gehabt. Gott hat ihr alle Möglichkeiten gelassen. Das einzigste, das er eingefordert hat, ist, dass sie eine Entscheidung treffen. Und das haben sie getan. Jeder einzelne auf dieser Erde hat diese Möglichkeit erhalten. Nur wenige waren bereit, ein wenig von ihrem Egoismus und ihrem Machtdenken abzurücken.


Nun werden sie gezwungen! Ob sie wollen oder nicht.

Dieses Mal haben sie keine Wahl.

 

Mehr möchte ich dazu auch gar nicht mehr schreiben. Nach und nach habe ich nun alle meine bisherigen Bemühungen eingestellt. Es ist alles gesagt.

 

Was ich aber an dieser Stelle noch einmal betonen möchte, weil es mir so sehr am Herzen liegt, ist, dass es gut wäre, sich noch einmal mit seinem persönlichen Gewissen und Glauben auseinanderzusetzen. Es wird eine Zeit kommen, da werden wir nur noch aus dem Glauben heraus leben können. Glauben heißt nichts anderes als zu vertrauen. Das aber scheint mir gerade das Hauptproblem dieser Zeit zu sein. Die meisten, die ich kenne, vertrauen nicht, weil sie es entweder nie gelernt haben oder so oft enttäuscht wurden, dass sie es nicht mehr können und wollen. Es wird aber genau darum gehen. Wenn wir nicht vertrauen und zumindest in Betracht ziehen, dass es da eine Macht gibt, die uns verzeiht, die uns trägt und die uns den Weg zeigt, haben wir verloren.

Dazu gehört Demut. Demut ist ein Wort, das durch den Menschen sehr negativ besetzt wurde, Man stülpte ihm die Bedeutung von "unterwürfig" über. Hierbei geht es aber um eine freiwillige Unterwürfigkeit - eine von mir selbst gewollte ... eine gute, positive, weil ich erkenne, dass der Rat eines anderen besser für mich ist, als wenn ich selbst nach meinem Kopf handle.

Demut heißt, dass wir eine höhere Macht - größer als wir selbst - anerkennen und dieser vertrauen.

 

Ich spreche hier nicht von einem Glauben, den die Kirche predigt, sondern ich spreche von einem Gott, den jeder in sich trägt ... ob er das nun möchte oder nicht. Du kannst Gott verleugnen, verraten, Du kannst ihn verdammen und fortjagen, ganz wie Du willst, er wird - solange Du atmest - trotzdem bei Dir sein. Erst wenn er seinen Atem aus Dir zurückzieht, wird er Dich verlassen haben - zumindest Deinen irdischen Körper. Doch solange Du ein- und ausatmest wirst Du mit ihm verbunden sein.

 

Besinne Dich, lausche in Dein Innerstes ... suche Kontakt zu Menschen, die mit Dir an einem Strang ziehen und scheue Dich nicht, die zu verlassen, die Dir nie Gutes wollten. Die vorherrschende Zeit wird nun alles festigen oder auseinanderbrechen lassen, was nicht in echter und wahrer LIebe verbunden ist. Die Spreu wird sich vom Weizen trennen. Vielleicht spürt ihr es bereits.

 

Ernährt euch - und das ist wichtig - vor allem von Gemüse in jeder Form und habt auch keine Angst davor, ein paar Zusatzmineralstoffe einzunehmen. Trinkt viel und ausreichend gutes Wasser. Euer Körper benötigt das alles nun mehr und mehr. Lasst die Finger weg von Fleisch, Käse und Brot und sucht nach Möglichkeiten, damit ihr euch gesund und leicht fühlt. Schenkt euch selbst Ruhe und zieht euch zurück in die Stille. Lasst euch nicht beeindrucken von dem Wahn da draußen und haltet euch und euer Heim rein.

 

Von Herzen

Gina

 

Krankheit ... oder ... der Bandscheibenvorfall

Ich glaube, es ist eine gute Möglichkeit, wieder mal über Krankheit zu sprechen. Es hat mich gerade mal selbst erwischt und ich sitze hier mit einem Bandscheibenvorfall.

 

Zunächst habe ich überlegt, woher er so plötzlich gekommen ist, hat er mich doch volle Breitseite binnen zwei Tagen lahm gelegt, so dass ich mein rechtes Bein nicht mehr benutzen konnte. Es war mir nur unter äußersten Schmerzen möglich, zu gehen und mich zu bücken. Zum Glück hat sich meine Ärztin sofort um mich gekümmert, so dass ich nun zumindest mal wieder gehen kann.

 

Also ... nochmal zurück ... woher ist er gekommen und warum gerade jetzt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Krankheit nie als etwas von außen Kommendes sehe, das mich ärgern möchte, sondern als einen Wegweiser aus meinem Innern - meinem Selbst.

Deshalb gehe ich immer zwei Wege ... der eine ist der, mich behandeln zu lassen, wenn es wirklich erforderlich ist .. der andere ist der, mich zurückzuziehen und auf der mentalen Ebene zu schauen, was der Krankheit voraus ging und was mir mein Körper mitteilen möchte.

 

Ein Bandscheiben-Vorfall ist ein Vorfall, bei dem das "Weiche" dem "Harten" auszuweichen versucht. Man stelle sich vor, wie die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule wie ein Band aneinandergereiht ist, getrennt durch die Scheiben, die gellertartig zwischen den Wirbelkörpern liegen und diese beweglich halten und auch dafür sorgen, dass die Wirbel nicht aufeinander reiben und sich abnutzen.

Bei einem Bandscheibenvorfall wird nun diese weiche Masse zwischen den Wirbeln herausgequetscht und drückt dann gegen einen der umliegenden Nerven, der diese fürchterlichen Schmerzen verursacht, da er sich entzündet.

 

Was kann man nun an diesem Bild erkennen?

Das "Weiche" gerät unter Druck. Das "Harte" ist zu stark geworden und engt das Weiche ein, so dass dieses versucht nach Außen weg zu fliehen.

So weit, so gut ... was aber war nun in meinem persönlichen Fall der Auslöser? Nun ... tatsächlich gab es einen solchen. In der vergangenen Woche fühlte ich durch einen Gefühlsausbruch einer Kollegin in mir Druck. In der Tat hatte ich am Abend bereits Rückenschmerzen. Ich mass dem jedoch nicht sehr viel Bedeutung bei, weil ich dachte, ich wäre vielleicht etwas ungünstig gesessen. Die Schmerzen hielten sich auch in Grenzen und blieben gleich, bis ich am nächsten Tag von einem anderen Kollegen eine Aufgabe zugeteilt bekam, die mich etwas irritierte, weil sie a) einfach nicht in mein Aufgabengebiet gehörte und b) mir nur recht lapidar vor den Latz geknallt wurde. Dazu kam dann, dass meine Kollegen sich darüber empörten aus Gründen, die vor meiner Anwesenheit in der Firma lagen. Ich befand mich also in einem regelrechten pulsierenden Kessel, der sich dann in mir entzündete.

Durch ein Gespräch mit dem Kollegen, welcher mir die Aufgabe zuwies, eskalierte es dann in mir und ich konnte von jetzt auf nachher nicht mehr schmerzfrei gehen. Ich konnte mich die letzten beiden Stunden nicht einmal mehr hinsetzen, weil ich Angst hatte, nicht mehr hochzukommen.

 

Das also war die Ursache, der Auslöser, was mich lahm gelegt hat.

Das Harte - das in dem Fall von Außen kam - war stärker, als das Weiche in mir und ich sah keine Möglichkeit mehr, mich zu wehren, versuchte auszuweichen und wurde an einem empfindlichen Nerv getroffen.

 

ich finde es sehr interessant, wie man im Leben stets alles nachvollziehen kann. Manchmal erscheint es mir fast wie eine mathematische Gleichung oder Herleitung.

 

Was wäre nun die Lösung gewesen, die diesen Bandscheibenvorfall hätte verhindern können?

Ich hätte dem Weichen mehr Raum geben müssen, mich zunächst einmal aus diesen beiden Situationen herausziehen sollen und in Ruhe überlegen, wie ich solchen Situationen gegenübertreten kann. Sie werden ja immer wieder vorkommen. Also muss eine Lösung erarbeitet werden, damit ich nicht wieder in einem Bandscheibenvorfall lande. Wichtig wäre, sich zunächst nicht von der Härte anderer Menschen einschüchtern und unter Druck setzen zu lassen, sondern sich auf seine eigene Stärke und seine Grenzen zu besinnen. Und erst dann genau aus dieser Stärke heraus zu handeln. Handelt man zu früh oder handelt man zu spät, ist das Ergebnis oft nicht so, dass es zufriedenstellend ist.

 

Was mir dieser Bandscheibenvorfall aber noch zeigt ist,  wie das Leben selber tickt. Erst das Zusammenspiel von Gegensätzen führt zur Vollendung. Die Wirbel ohne die Bandscheiben gäben keine bewegliche Wirbelsäule. Um Bewegung hervorzubringen braucht es beides - am besten in perfekter Ergänzung. Das Wasser kann so sanft und weich sein und einen zärtlich umspülen, während es so hart sein kann,dass es Stein aushöhlt. Auch mit dem Wind ist es nicht anders ... wie wunderschön fühlt sich ein leichter Sommerwind in der Hitze an und wie verheerend kann er sich zeigen, wenn er sich zu einem Sturm entwickelt. Und das Feuer, das einen wärmt und eine behagliche Atmosphäre verströmt, wohingegen es zerstörerisch wirkt, wo es sich austobt. Wir brauchen beide Seiten in uns. Es ist immer nur das Maß, mit welchem wir sie einsetzten. Ein Mensch, der immer nur weich ist, wird nie Format haben und Größe zeigen. Hingegen der, der immer nur hart ist, wird nie die Weichheit und Liebe des Lebens spüren.

 

So ist das Leben.

Und so muss zuweilen das Weiche geschützt  und dem Harten Einhalt geboten werden. Genau wie es La-otse so schön beschreibt. Das fällt mir an dieser  Stelle gerade ein:

 

Der Mensch, wenn er ins Leben tritt, ist weich und schwach, und wenn er stirbt, so ist er hart und stark.

Die Pflanzen, wenn sie ins Leben treten, sind sie weich und zart, und wenn sie sterben, sind sie dürr und starr.

Darum sind die Harten und Starken Gesellen des Todes, die Weichen und Schwachen Gesellen des Lebens.

 

La-otse

 

Danke Leben - Danke Gott

Ich hoffe, ich denke das nächste Mal daran und sorge besser für mich.

 

 

Werte

Die vor uns liegende Zeit fordert von den Menschen einen klaren Bewusstseinswandel. Er wird kommen - ob Mensch möchte oder nicht. Da gibt es keine Wahl. Deshalb wäre es nicht verkehrt, sich noch einmal zu besinnen und in sich zu gehen, um sich nicht im kommenden Chaos zu verlieren.

 

Dieser Wandel muss sein. Nach jedem Hoch kommt immer auch ein Tief. Wer noch nicht verstanden hat, dass jeder Berg auch einen Gipfel hat, an dem er gezwungen ist, umzudrehen, hat das Leben in der Tat noch nicht verstanden. Leben ist nicht statisch ... es heißt Bewegung, heißt mal Hoch - mal Tief. Das war zu keiner Zeit anders. Nun geht es - nach langem Hoch - eben wieder runter. Das muss nicht negativ sein. Es wird aber für viele negativ werden. Warum ? Weil es - so sehe ich es in meinem Feld - um Werte geht. Was sich ändern wird ... was sich dringend auch ändern muss ... sind die Werte und Wertmaßstäbe der Menschen.

 

Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem viele keinerlei Werte anerkennen. Und das zieht sich durch alle Ebenen ... egal ob es die geistige oder die materielle betrifft. Man nimmt, man verwendet, man kauft, man benutzt ... aber man schenkt all dem keine Beachtung - keinen Wert - mehr. Alles ist zur Selbstverständlichkeit geworden ... Man dreht die Heizung auf ... man betätigt den Wasserhahn ...  man kauft wozu man gerade Lust hat ... wer fragt sich schon, woher das alles kommt, solange alles stets verfügbar ist. Selbst die Gesundheit glaubt Mensch sich kaufen zu können.

 

Es betrifft aber nicht nur die Materie, sondern auch den Umgang ... das Miteinander. Ich bin noch so erzogen worden, dass man Älteren (also, Menschen, die älter sind, als man selbst) Achtung und Respekt entgegenbringt. Das findet sich in dieser Zeit kaum noch.

 

Und so zieht sich das durch alle Ebenen hindurch. Auch in Betrieben ... die Chefs haben zum großen Teil keinerlei Respekt und Achtung mehr vor ihren Angestellten und Arbeitern. Sie erkennen ihren Wert gar nicht mehr an und sind sich überhaupt nicht bewußt, dass sie ohne diese nichts wären, weil sie gar nichts bewirken könnten. Umgekehrt ist es aber ebenso. Auch die Angestellten und Arbeiten erkennen viel zu oft den Wert ihres Vorgesetzten nicht mehr an und respektieren diesen im besten Fall aus Pflicht oder Angst.

 

Sogar noch weiter zieht es sich ... bis hin zu mangelndem Respekt vor Gott oder der Schöpfung oder nenne es, wie Du möchtest. Doch das würde jetzt hier den Rahmen sprengen und ich behandle dieses Thema in einem extra Post.

 

Und genau das wird sich ändern müssen. Die Menschen aber werden einen Teufel von selbst tun. Ihr Leben ist viel zu bequem und tut noch nicht richtig weh. So werden sie eben von Außen gezwungen werden, dieses ihr Verhalten zu ändern - oder auch nicht. Die Konsequenzen liegen in ihrer Hand. Keiner - egal, ob groß oder klein - kommt hier dran vorbei. Es wird jeden treffen ... auch die, die jetzt lächeln und sich milde an die Stirn tippen. Das macht nichts. Sie können wenigstens hinterher nicht sagen, dass man sie nicht zumindest gewarnt hat.

 

Wer jetzt beginnt, seine Werte neu zu überdenken und in sich zu gehen, der wird ganz sicher leichter durch die bevorstehende Zeit kommen. Wer nicht, wird aufwachen - ob er will oder nicht.

 

Gina - in Frieden mit sich

 

 

Zeitenwende

Die Seite lag ein wenig brach. Zu viele andere Dinge haben mich gefordert. Die aktuelle Zeit bittet jedoch um Einlass und möchte gesehen werden. Auch wenn es eigentlich nicht mehr viel zu sagen gibt.

 

Seit der Zeit, in welcher ich diese Seite geschaffen habe ... seit dem magischen Jahr 2012 habe ich alles gesagt, was ich wusste ... habe alles weitergegeben, was mir selbst gegeben wurde. Ich habe versucht, die Menschen zu erreichen und sie zu animieren, sich um sich selbst zu kümmern ... vor allem darum, ihr Bewusstsein zu erweitern.

 

Wer bis jetzt untätig geblieben ist und keinen Ratschlag angenommen hat, dem ist nun nicht mehr zu helfen. Die Zeit läuft aus. Wir befinden uns aktuell in einer Zeitenwende, die alles verändern wird und nichts mehr wird jemals so sein, wie zuvor.

 

Schauen wir uns eines der hermetischen Gesetze an, das besagt: Wie im Kleinen - so im Großen oder umgekehrt ... und betrachten eines der Dinge, die die Menschen im Moment am meisten beschäftigt ... die sog. "Energiekrise".

Lassen wir an dieser Stelle einmal unberücksichtigt, was ihr zugrunde liegt und konzentrieren uns nur auf die Auswirkung .Dabei spielt es nicht die entscheidene Rolle, ob es uns unter einem Mangel an Gas, Strom oder sonstiger Energie mangelt. Es mangelt uns generell an "Energie". Wenden wir nun das obige Gesetz an, erkennen wir schnell, dass die Energie, die im Außen (im Großen) fehlt, wohl auch in unerem Innern (im Kleinen) fehlt. Und was im Außen sichtbar wird, können wir in uns erkennen. Oder anders herum, was wir in uns erleben, wird im Außen sichtbar. So hat alles stets eine Ursache und eine Wirkung.

 

Da das Universum nun nicht mehr länger geduldig wartet, bis wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, sind wir nun aufgefordert, uns dem zu stellen, was wir bisher versäumt haben. Nämlich uns nach Innen zu richten, anstatt unser Glück und Heil im Außen zu suchen. Und genau an dieser Stelle müssen wir uns nun fragen ... was passiert mit unserer Energie? So viele Menschen klagen über Energielosigkeit und können nicht erklären, woher sie kommt. Sie suchen noch immer dort draußen nach einer Lösung ... nach einem Knopfdruck, der ihnen ihre Energie wieder zurückbringt ... ohne Erfolg.

 

Ihre Energie verpufft ... wie die Energie auf unserer Erde. Es war zu viel.

 

Zu viel an elektrischem Müll ... zu viel an Begierde ... zu viel an immer mehr haben wollen ... deshalb wurde Energie benötigt, um all diesen ganzen Kram, den kein Mensch braucht, herzustellen ... Es war zu viel an Energie, die in Schlachthöfen benötigt wurde ... um ein zu viel an Fleisch und Wurst herzustellen ... ja sogar ein zu viel für die Reste, die dann wieder entsorgt werden mussten ... Reste von allem... von Plastik, von Lebensmitteln, Papier, Farben, Stoffen jeglicher coleur. Zu viel ... zu viel ... zu viel. Zu viel um Herzustellen ... und zu viel an Abfall.

 

Und bei den Menschen war es auch nicht anders ... auch da war alles zu viel. Zu viel Freizeitaktivitäten ... zu viel Ablenkung ... Radio, Fernsehen, Filmindustrie ... und immer weiter noch ... Playstation ... Handy ... Smartphones ... PC ... weiter, weiter, weiter ... grenzenlos ...ohne Sinn und Verstand.

 

Und nun ist es vorbei. Der Mensch hat keine Energie mehr ... innerlich nicht und äußerlich nicht. Und der Krieg, den wir im Außen sehen, demonstriert nichts anderes, als den Krieg, den wir im eigenen Innern führen ... weil wir nicht im Frieden mit uns leben können. Sonst bräuchten wir all diese ganzen energetischen Ablenkungen im Außen nicht. Der Mensch wollte nicht verzichten ... nun wird er dazu gezwungen!

 

Hätten sie doch gehört ... die Menschen ... und wären einen Schritt zurückgetreten.

Hätten sie doch nicht gelacht und die Warnungen abgetan.

Hätten sie doch ernst genommen, was man ihnen gesagt hat.

Doch sie wollten nicht hören.

 

Und nun spricht Mutter Erde. Sie ist müde geworden und hat auch keine Energie mehr. Deshalb braucht sie nun Erholung, wie alles Erholung braucht. Sie wird sich diese holen. Ihre Geduld ist erschöpft, wie jede Gelduld irgendwann erschöpft ist, von jemand, der über lange Zeit immer wieder ausgenutzt und ausgebeutet ... dessen Gutmütigkeit mit Füßen getreten wurde.

 

Dies ist kein letzter Aufruf. Die Zeit ist abgelaufen.

 

Möge Frieden sein mit allen, die die Schöpfung ernst genommen und geehrt haben, Frieden in allen Herzen, die voller Dankbarkeit und Liebe sind mit dem, der alles erschaffen hat.

 

In Liebe mit der gesamten Schöpfung und ihren Wunderwerken und in Liebe mit Gott

 

Gina

 

Weinen

Wie wunderbar doch die Luft ist, nach so einem kostbaren Regen. Der Wald atmet reine, frische Luft aus und verströmt sich in wohlriechendem reinen Duft.

 

Die Pflanzen erscheinen frisch gewaschen, fast wie blank poliert. Sie glänzen und wetteifern um die höchste Strahlkraft. Und an manchem Blatt rollt noch ein letzter Tropfen herab, um sich am Blattrand noch eine Weile festzuhalten ... ehe er fällt.

 

Bei Menschen ist es auch so, wenn sie weinen.

 

Auch wenn die Phase des Weinens zunächst einmal heftig ist und sie erschüttert, so ist der Mensch doch danach wie reingewaschen. Seine Augen können wieder strahlen und glänzen ... ganz wie die Pflanzen nach dem Regen.

 

Und wenn sich eine letzte Träne noch über die Wange stiehlt und am Kinn hängen bleibt ... sind die Lippen schon wieder bereit, sich zu einem Lächeln zu erheben.

 

Natur ohne Regen ist wie ein Weg durch die Wüste.
Ein Mensch ohne Tränen vertrocknet.

 

Deshalb Mensch ... weine und reinige dich von all dem Staub des Lebens. Schenke der Erde deine Tränen und halt sie nicht fest. Das Strahlen ist nahe.

 

(© Gina K.)

 

Ich möchte Dir sagen ...

Ich möchte DIR sagen ...

 

Du kannst mich verfluchen … ich werde trotzdem nicht von dir lassen.

 

Du kannst mich hinauswerfen … doch ich werde geduldig vor deiner Tür stehen und warten.

 

Du kannst mich verleugnen und so tun, als gäbe es mich nicht … aber ich werde dich weiter mit allem versorgen, was du benötigst.

Ich werde dir Atem geben, Wasser und Licht.

 

Ja, selbst wenn du versuchst, mich zu töten … wird dein Tun nicht von Erfolg gekrönt sein. Ich werde still und leise neben Dir gehen.

 

Und wenn du wegläufst und versuchst mich hinter dir zu lassen … so bin ich dein Schatten, der Dir folgt.

 

Setzt du dich an den dunkelsten Ort und sperrst mein Licht aus ... so wirst du feststellen müssen, dass ich selbst in der Dunkelheit noch anwesend bin.

 

Und selbst wenn du versuchst, mich auszulöschen, indem du dich selbst tötest ... werde ich da sein und dich in Empfang nehmen.

 

Was immer du tust … ich bin da.

 

Gott

 

(© Gina K.)

 

Spirituelle Arroganz

Wohl nirgendwo ist mir mehr Arroganz begegnet, als in der spirituellen / esoterischen Szene. Immer wenn ich dachte, ich wäre auf jemanden gestoßen, der ein "echtes" spirituelles Leben lebt, durfte ich bald darauf wieder erfahren, wie Pfeile von dort abgeschickt wurden, auf denen stand: "Ich weiß es aber" oder "ich habe Recht". Das Ego kann nirgendwo so aufgebläht werden wie unter dem Deckmantel der Spiritualität.

 

Es gibt nur sehr, sehr wenige Begegnungen, von denen ich sagen würde: "Ja, dieser Mensch hat verstanden und lebt nicht mehr sich sondern seinen Dienst für das Höhere."

Viele machen es sich in dieser neuen Zeit sehr einfach, indem sie einfach sagen: "Alles ist so, wie es ist und deshalb brauchen wir uns auch keine Gedanken darüber machen. Wir müssen es nur annehmen, weil alles von Gott kommt. Auch das Leid, das Dunkle, das Böse." Somit müssen wir uns um nichts kümmern.


Dies widerspricht völlig meiner eigenen Meinung.

 

Wenn wir auf dieser Schiene reisen, werden wir alles an Migefühl verlieren, was wir haben. Wir werden zuschauen, wie es anderen schlecht geht und milde dabei lächeln, weil wir glauben, das müsse so sein und entspricht dem Höheren Plan. Nein - dafür sind wir ganz sicher nicht auf die Erde gekommen.

 

Die Erde ist dazu da, um ein Erdenleben zu führen und im Himmel werden wir ein himmlisches Leben führen. Beides hat seine Zeit und muss erfüllt werden. Wenn wir den Himmel auf die Erde holen und die Erde mit in den Himmel nehmen ... haben wir unsere Aufgabe erfüllt.

Im Gegenzug gibt es dann noch jene, die glauben, alles zu wissen und großzügig "Licht und Liebe" verteilen, um dann plötzlich beleidigt zu reagieren, wenn jemand sie hinterfragt. Wer heute "Energiebehandlungen" anbietet und sich diese auch noch für viel Geld bezahlen lässt, der sollte sehr, sehr gut geprüft werden. Woher soll ich denn wissen, ob dessen Energie tatsächlich frei und rein ist ? Wie schnell ist da etwas übertragen, das ich gar nicht haben will ? Der Grat ist sehr schmal, auf dem man erkennt, wer echte Hilfe anbietet und in welcher Form.

 

Die eigentliche Kunst der hohen Spiritualität liegt darin, die rechte Zeit zu erkennen. Es gibt Zeiten zum Handeln, es gibt Zeiten zum Schweigen, es gibt Zeiten zum Reden und es gibt Zeiten still und leise weiterzugehen. Eines aber liegt all dem zugrunde ... das ist das Dienen. Dienen aber bedeutet gelebte Demut. (Demut = diomuoti (althochdeutsch) = dienstwillig).

Demut vor Gott heißt ihm zu dienen. Und wer ihn an erste Stelle stellt, wird niemals behaupten, etwas zu wissen. Denn alles, was wir empfangen, ist so viel größer. Ja, es ist so groß, dass wir sein Wissen nicht einmal im Kleinsten erfassen können. Aus dieser Quelle, erhalten wir das Reinste, was wir erhalten können. Warum sich also an Menschen, anstatt an die Quelle wenden ? Wenn wir uns unterordnen unter dieses große Eine, dann werden wir zu jedem Zeitpunkt erhalten, was wir benötigen, was wir wissen müssen ... alles.

 

Ich weiß, ich wiederhole mich ... aber mein Lebensmotto lautet "An den Früchten werdet ihr erkennen" und so betrachte ich mir die Früchte und entscheide dann, ob ich die persönliche Wahrheit eines Menschen annehme oder nicht. Für mich persönlich ist die höchst gelebte Spiritualität die der Bescheidenheit ... der Demut ... im Vertrauen auf Gott.

 

Ihm allein fühle ich mich verpflichtet - und sonst niemand.

 

(© Gina K.)

 

 

Metamorphose

So wie eine Raupe zu einem Schmetterling heranwächst, reift auch der Mensch, um sich eines Tages zu erheben und davon zu fliegen.

 

Die Raupe, die oft unansehnlich, zuweilen hässlich, erscheint, kriecht zunächst einmal auf dem Boden, stets auf der Hut, nicht zertreten oder aufgefressen zu werden. Ausgeliefert an die Schwerkraft der Erde, muss sie ihren Weg zurücklegen, ehe sie weiter darf ... Dann aber ... wenn sie zum Schmetterling erwacht ... kann keiner sie mehr aufhalten. Zitternd erbeben ihre zarten Flügel und schell schwebt das zarte Faltertier in die Lüfte ... engelsgleich ... fein ... rein ... göttlich.

 

So wird es auch beim Menschen sein ... noch kriecht er im Staube ...

 

(Gina K.)

Wahre Größe erreicht man nicht, indem man als Weiser unter Weisen wohnt, sondern indem man sich als Weiser inmitten der Welt bewegt.

 

Askese führt vielleicht zu Weisheit, nicht aber zu wahrer Größe.

 

(© Gina K.)

 

Anders

Ein Meer von Sonnenblumen auf diesem großen Feld,
an dem ich – fast täglich – entlang spaziere.

Gelb strahlt es mir entgegen,
wie immer in diesen Tagen des Sommers.

 

Heute aber ist etwas anders.

Mein Blick fällt in die Mitte des Feldes und wird angezogen …
wie selbstverständlich,
von dieser einen Sonnenblume.

 

Ich gehe näher …
… und staune.

 

Da steht sie …
diese Eine … diese ganz Besondere,
die so völlig anders ist, als all die sie umgebenden.

Während all die anderen
ihre Köpfe leicht hängen lassen in der Mittagshitzenglut,
steht sie da …
stolz und erhaben ...
eine Königin unter den Sonnenblumen.

 

Nicht nur ein Köpfchen ziert ihr Haupt …
Es sind gleich fünf an der Zahl …
Während das Mittlere sich noch anstrengt, sich nach oben in die Mitte zu kämpfen, sehen sich die anderen schon neugierig um.
Eines blickt nach Osten,
eins nach Süden,
eins nach Westen
und eines hat den Blick nach Norden gewandt.

 

Warum ist sie mir noch nie aufgefallen …
diese besondere Sonnenblume ?
War ich unaufmerksam …
blind ?

 

Wie schwer sie doch zu tragen hat ...
mit ihren vielen Kronen.
Und doch ...
sie scheint die Kraft zu haben ...
während andere,
mit nur einer Blüte
bereits eingeknickt sind.

 

Ab heute nun weiß ich um sie
Und werde sie nie wieder
ohne Beachtung lassen.

Willkommen in meiner Welt …
du Eine … du Besondere …

 

(© Gina K.)

Sommerabend

Nicht jeder Sommerabend ist so, dass man im Garten sitzen und dem letzten Zirpen der Grillen zuhören kann.

 

Heute ist so ein anderer Sommerabend.

 

Der Tag hatte es schwer.
Es mußte die Schwüle aushalten,
hatte mit Regen und Gewitter zu kämpfen
und die Launen des Himmels zu ertragen.

 

Müde senken sich nun die Zweige der Bäume,
um Blumen und Gräser zuzudecken.
Die Vögel verstummen und
stellen ihre Flüge ein.

 

Heute ist Sonntag.
Für uns geht ein Tag der Entspannung zu Ende.
Doch für Mutter Natur ist jeder Tag voller Arbeit.
Sie kennt keinen freien Tag.

 

Und während wir nun nach Hause gehen
und unser Haupt zur Ruhe betten,
erwacht im Wald bereits neues Leben
und wieder ist es Mutter Natur
die Wache hält.

Ob Reh, ob Fuchs, ob Dachs ...
alle dürfen sie kommen
und finden Schutz bei dieser
wundervollen Mutter -
unserer Mutter Natur ...
die niemals schläft.

 

(© Gina K. )

Sommermittag

Wo morgens noch
die frische Brise des Windes
für Kühle sorgte ...
ist die Luft nun schwer geworden.

Unheilvoll liegt eine Schwere über dem Land.

 

Die Hunde laufen träge neben mir her ...
hechelnd hängen ihre Zungen aus dem Maul

und gesenkten Hauptes schleichen sie dahin,
als würde sie ein schlechtes Gewissen plagen.

 

Am Waldrand angekommen
legen sie sich sofort nieder ...
im Schatten der Bäume
und warten, was weiter geschieht.

 

Ich gönne ihnen die kurze Erholung
und sehe dem bunten Treiben
der Schmetterlinge zu.
So viele, dass ich sie nicht zu zählen vermag
flattern aufgeregt von einer zur anderen Blüte.

Warum sie wohl so ruhelos sind ?

 

Beim Betrachten, denke ich,
dass Gott wohl schon der größte Künstler
gewesen sein muss.

Wie fein er das Material gewählt hat,
auf dass er die bunten Farben tupfte.
Wie Pergament ...
so zart ...
so durchscheinend ..
voller Farbkraft, die kein Künstler mischen kann.
Und dazu noch voller Leben.

 

Mein Blick schweift weiter ...
weg von den Faltern ...
hin zu den leuchtenden Farben
der schönen Wiesenblumen.

Da stehen sie ...
völlig ruhig und gelassen,
ohne jede Bewegung,
als würden sie ihre Kraft aufsparen,
das nahende Gewitter zu meistern.

 

Schon naht von Ferne ein Grollen.
Die Hunde werden nervös,
schauen besorgt zum Himmel
und dann bittend zu mir.

Ich komme ihrer BItte gerne nach
und lade sie ein,
nach Hause zu gehen ...


an diesem Sommermittag.

 

(© Gina K.)

Sommermorgen

Der erste Gang am Morgen
erfüllt mein Auge mit Licht.

 

Das abgeerntete Kornfeld liegt vor mir
wie pures Gold.
Wertvoll und kostbar glänzt das Land unter ihm.

 

Ich verharre ...
lasse meinen Blick schweifen
über die wogenden Maisfelder,
die mich umgeben.

Die Sonne tanzt auf ihnen
in lichten Schritten.
Der Wind bewegt sich dazu
im Wippen der Blätter.

 

Ich atme ein.
Kostbare Erinnerung an ein
wogendes Meer
wird in mir wach.

 

Der laue Wind streift
sacht über meine Haut
und ein letztes Mal
atme ich die Stille ein,
ehe ich mich umdrehe
und zurück in den Tag gehe.

 

Wie kostbar ...
ein solcher Sommermorgen.

 

(© Gina K.)

Vertrauen

Wir Menschen reden immer von Vertrauen. Aber kaum einer vertraut.

 

Stets wollen wir, dass wir anderen vertrauen können ... dass andere vertrauenswürdig sind. Doch zweifeln wir sie immer wieder an.

Leider oft zu Recht ... die Mehrzahl der Menschen ist tatsächlich vertrauensunwürdig. Das liegt aber nicht daran, dass sie es nicht sein könnten, sondern eher daran, dass sie nicht authentisch leben und ihrer Umwelt ein anderes Bild von sich zeigen, als das, was sie wirklich sind.

 

Ganz anders bei Gott!

 

ER ist in absoluter Weise vertrauenswürdig.
Nur ... ist es hier noch schwerer, ihm zu vertrauen.
Noch schwerer ... nicht zu zweifeln,
Denn IHN ... sehen wir ja nicht einmal mit unserem bloßen Auge.

 

Das ist die eigentliche Kunst des Lebens.
Ihn wahrzunehmen, in dem, was ER ist.
IHM zu vertrauen und absolut sicher zu wissen, dass er uns alles gibt, was notwendig ist.

Er wird uns nicht geben, was wir nicht brauchen - zum Schutz unserer Selbst. Aber er wird uns alles geben, worum wir bitten ... wenn wir es benötigen. Und zwar genau dann, wann wir es benötigen.

 

Dem zu vertrauen - das ist gelebter Glaube.

 

Seht ... es ist wie mit den Weintrauben vor meinem Fenster.
Noch sind sie nicht reif. Sie hängen noch in grüner Farbe an den Rebstöcken ... völlig ungenießbar. Bald aber werden sie blau sein ... bereit für die große Ernte. Was sie aber bis zu diesem Tag gebraucht haben, das wird oft übersehen. Sie mussten sich emporkämpfen, damit sie hier bei mir vor dem Fenster landen. Sie benötigten Wasser und Sonne, um versorgt zu werden. Manchmal bekamen sie viel davon, manchmal wenig. Und sie mussten Stürme überstehen ... Blitz, Donner, Hagelschlag ... Doch dann eines Tages ist alles überstanden. Sie sind herangereift zu Perlen ... dunkelblauen Perlen ... und in ihnen ist keine BItterkeit mehr ... nur unendliche Süsse.

 

(© Gina K.)

Arm und Reich

Warum Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden ... kurz erklärt.

 

Wie bei allem, was ich schreibe, handelt es sich hierbei nur um meine persönliche Ansicht und Beobachtung.

 

Ein reicher Mensch verfügt über das Wesentliche, das es braucht, um reich zu werden Nämlich: er verfügt über Geld und Zeit. Das Geld, das er besitzt, erlaubt ihm, Zeit zu haben, weil er nicht zwangsweise "anschaffen" gehen muss. Dadurch, dass er Zeit hat, kann er diese Zeit nutzen, um Dinge zu tun..., die ihm wieder Geld bringen. So kann er z.B. sein Hobby zum Beruf machen ... er kann in jeder Form kreativ sein, weil er die Zeit dazu hat und er sich das Material dazu leisten kann. Oder er kann sich durch Seminare und Kurse weiterbilden, kann Ausbildungen absolvieren, die ihn interessieren und all das bringt ihm weiter finanzielle Mittel ein. Kurzum ... er hat die Möglichkeit immer wieder neu zu investieren ... in Altes oder in Neues.

 

Ein Mensch, der nichts hat, wird es sehr schwer haben, aus Nichts viel zu machen. Da er gezwungen ist, täglich zur Arbeit zu gehen, schafft es kaum einer, darüber hinaus auch noch so kreativ tätig zu werden, dass er sich davon eine neue Existenz aufbauen kann.

Deshalb stimmt der Spruch absolut: Reiche werden immer reicher - Arme immer Ärmer. Wenn aber all die Ärmeren weltweit nicht mehr arbeiten gehen würden, so könnten auch die Reichen bald nicht mehr viel mit ihrem Geld anfangen ... denn wer die Rädchen am Laufen hält, das sind nicht die Investoren. Es sind die Tätigen.

 

Ich - für meinen Teil - bin mir sicher ... der Tag wird kommen, an dem all das zusammenbrechen wird. Denn auf Dauer gesehen, hat es keinen Bestand. Das war schon zu allen Zeiten so. Und dann fangen alle wieder an aufzubauen ... die Armen und die Reichen. Wer es dann wohl einfacher hat ?

 

(© Gina K.)

 

Loslassen ...

Was bedeutet "loslassen" ? Wird es nicht so oft falsch verstanden ? Los-lassen ... das Los (Schicksal / Gott) machen lassen ... zurück ins UR-Vertrauen gehen. Das ist loslassen. Wenn wir vom Leben aufgefordert werden, loslassen zu müssen ... dann müssen wir Vertrauen haben ... Vertrauen in die Ursprungsquelle ... und wissen, dass alles gut ist ... genau so wie es ist. Loslassen ... der Schöpferkraft überlassen ... So können wir frei werden.

 

(@ Gina K.)

Ist der Mensch wirklich die sog. Krone der Schöpfung ?

Gestern habe ich den Text eines Predigers gehört. Er machte mich wütend. Warum? ... Weil dieser Prediger, wie so viele unter ihnen, die Tiere darstellte, als hätten sie nur einen geringen Stellenwert. Der Mensch dagegen sei die "Krone der Schöpfung". Wenn ich so etwas höre oder lese, bekomme ich regelmäßig einen Knoten im Bauch.

Und dann vernahm ich folgende Worte:

Wer ist es, der immer bei dir ist und dir stets die Treue hält?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich liebt und annimmt, gerade so wie du bist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir deine Fehler verzeiht und dir nichts nachträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich tröstet in schweren Zeiten, wenn keiner mehr da ist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir Entscheidungsfreiheit läßt und jede deiner Entscheidungen geduldig mitträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist geduldig, treu, tröstend, freundlich, unaufdringlich, aufmerksam und bedingungslos liebend?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Und nun tausche das Wort "Gott" in jedem dieser Sätze durch das Wort "dein Hund" aus.

Und danach wiederhole dasselbe, indem du das Wort "Gott" mit "der Mensch" ersetzt.

Und dann frage dich, wer von beiden mehr göttliche Eigenschaften aufweist.

Der Mensch oder das Tier ?

(01.04.2017 - © Gina K.)

 

Was würde wohl Jesus sagen, wenn er heute hier ankäme und Tierversuchslabore besuchen würde ... wenn er in Schlachthäusern zu Besuch wäre ???

 

Was würde er uns mitteilen und raten, wenn er all die vielen menschlichen Wracks erleben würde ? ... wie sie leben ... wie sie sich ernähren ... mit was sie sich beschäftigen ???

 

ARBEITGEBER und ARBEITNEHMER

 

Wann ist ein Arbeitnehmer ein guter Arbeitnehmer?

 

Wann ist ein Arbeitgeber erfolgreich?

 

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

 

Sehr viel … sehen Sie selbst …

 

Wann sind Sie als Arbeitnehmer richtig gut, in dem, was Sie tun?
Ganz einfach … wenn Sie zufrieden sind.

 

Und wann ist Ihr Arbeitgeber so richtig erfolgreich?
Auch ganz einfach … wenn er hochmotivierte Angestellte hat, die gerne für ihn arbeiten.

 

Ein Unternehmen wird – ob sich das nun ein Arbeitgeber eingestehen mag oder nicht – IMMER getragen von den Menschen, die darin arbeiten. Sind diese Menschen zufrieden, werden sie automatisch gute und große Leistungen vollbringen. Sind sie unzufrieden, wird sich das langfristig auf das Unternehmen auswirken. Ein Teufelskreis entsteht. Am Ende steht der Ruin für beide Parteien.

 

Wann ist ein Arbeitnehmer nun aber zufrieden?
Ist er zufrieden, wenn er wenig arbeiten muss und dabei auch noch viel Geld verdienen kann?
NEIN! Ganz im Gegenteil. Die meisten Menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, wollen arbeiten und sie wollen am Abend ihren Arbeitsplatz mit einem guten Gefühl verlassen.

 

Ein Arbeitnehmer ist dann zufrieden, wenn er die Möglichkeit hat, sich in dem, was in ihm angelegt ist, zu entfalten. Wenn er das, was ihn interessiert und was ihm wirklich Spass macht, leben kann. Das bedeutet sehr oft, dass Arbeitnehmer an völlig falschen Plätzen sitzen. Und das nur, weil sie sich einmal in jungen Jahren für einen Beruf entschieden haben, den sie erst viel später als für sie ungeeignet betrachten. Manchmal ist es auch nur so, dass der Beruf zwar viele Jahre gepasst hat, die Person sich aber mit den Jahren innerlich verändert hat und dadurch auch die Beschäftigung nicht mehr zu ihr passt.

 

In reifen Jahren jedoch noch einen Wechsel im Berufsleben vorzunehmen, ist hier zu Lande kaum möglich. Quereinsteigerangebote gibt es nur sehr wenige und wenn, dann wird der Neuankömmling nur all zu oft finanziell benachteiligt.

 

Das alles ist sehr, sehr schade, denn …

 

Hätte ein Unternehmen in der Hauptsache Arbeiter und Angestellte, die sich am richtigen Platz fühlen, so hätte es schon dadurch einen Gewinn eingefahren.


Ein Arbeitnehmer, der sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, der das, was er tut, gerne und mit Spaß tut, der wird immer hinter seinem Arbeitgeber stehen und gerne für ihn arbeiten.

Ich bin absolut sicher, wenn Unternehmen sich dafür öffnen würden, Menschen ernst zu nehmen, die sagen, dass sie gerne nochmal etwas völlig Neues tun möchten, weil sie erkannt haben, dass das Alte sie nicht mehr zufrieden stellt, könnten sie einen ganz neuen Aufstieg erleben.

 

Nicht das, was ein Mensch einmal gelernt hat, ist entscheidend für den Erfolg.
Entscheidend ist, was er von Herzen gerne tut.


Es gibt Menschen, die haben so wundervolle Anlagen und Talente, die sie nicht einsetzen können, weil sie schlicht nicht die Chance dazu erhalten. Viel zu viele Menschen werden reduziert auf ihre Ausbildung, die sie viele Jahre vorher absolviert haben. Dabei wird übersehen, was wirklich in ihnen steckt und wo sie tatsächlich effizient und gewinnbringend einsatzbar wären.

 

Ein weiterer Punkt ist – aber das ist nichts Neues – die Achtung der Mitarbeiter.
Ich kenne so viele Unternehmen, in denen Geschäftsführer, Arbeitgeber oder Vorgesetzte auf ihre Arbeiter und Angestellte herabblicken. Sie sehen sie als Ausführende, wogegen sie sich selbst als Gesetzgebende erleben. Ein solches Verhältnis ist immer ein sehr, sehr schlechtes. Wenn Angestellte funktionieren und nicht aufmucken, heisst das noch lange nicht, dass sie in Gedanken ihre Vorgesetzten nicht verfluchen und hassen. Wie soll so ein Verhältnis gewinnbringend sein? Da werden Energien ausgetauscht, die nicht sichtbar, aber doch sehr wirkungsvoll sind.

 

Gewinnbringend kann nur sein, wenn eine gewisse gegenseitige Achtung entsteht.
Achtung heißt, dass Arbeitnehmer ihre Vorgesetzten in ihrer Position wahrnehmen und akzeptieren, dass Entscheidungen dort getroffen werden und dass es diese zu akzeptieren gilt.


Achtung heißt aber auch, dass ein Arbeitgeber ganz klar sehen sollte, dass er ohne seine Arbeitnehmer nichts bewirken kann. Ohne seine Arbeitnehmer müsste er seine Werke schließen, denn ohne sie wäre er nicht in der Lage zu handeln.

 

Ein optimales Arbeitsverhältnis wäre also, wenn beide Teile sich gleichermassen wohlfühlten. Wenn Menschen dort Leistung bringen dürfen, wo sie es gerne tun und wo Arbeitgeber ihre Mitarbeiter wieder als vollwertige Menschen anerkennen, als Menschen, die es ihnen ermöglichen, ein Unternehmen zu führen. Ist sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zufrieden, so wird eine Firma den höchstmöglichen Gewinn erzielen und beide könnten gut damit leben. Die persönlichen Anlagen eines Mitarbeiters geben Auskunft darüber, wo er sinnvoll wirken kann. Das setzt aber voraus, dass ein Arbeitgeber ein ehrliches Interesse an seinem Mitarbeiter hat und seine persönlichen Vorlieben berücksichtigt.

 

Ein Beispiel hierfür, was ich schon häufig angeführt habe, ist die vorgeschriebene Arbeitszeit. Viele Firmen haben dies in den zurückliegenden Jahren bereits erkannt und dann die Gleitzeit eingeführt. Es hat sich herausgestellt, dass dies eine sehr sinnvolle Sache war. Es gibt Menschen, die am liebsten und am kreativsten am frühen Morgen arbeiten. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch selbst. Andere hingegen müssen einfach morgens etwas länger schlafen und bringen ihre Höchstleistung am Mittag. Menschen sind verschieden und es gibt nichts unproduktiveres als Menschen einander gleich machen zu wollen.

 

Die Zeit ist reif, zu erkennen, dass es auch im Jahr 2016 noch viel zu viele Sklaven gibt. Auch wenn das Erscheinungsbild ein anderes geworden ist. Heute sitzen Arbeitnehmer nicht mehr in Galeeren und rudern bis zur Erschöpfung für ihre Herren. Heute rudern sie in Gewässern, wo ihnen das Wasser bis zum Halse steht auf psychischer Ebene. Nie zuvor hatten wir in Europa so viele Kranke und Menschen im Vorruhestand wegen psychischer Probleme.

Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Firmen das Wasser bis zum Halse steht und sogar lang eingesessene Firmen ihre Tore schließen müssen. Nein, es ist kein Wunder, denn es gilt noch immer das universelle Gesetz: Wie außen – so innen … Schau, was du aussendest und du wirst erkennen, was du erhalten wirst.

 

Die Unternehmer, die auch heute noch über ihre Angestellten lachen, sie verspotten und behandeln wie die letzten Deppen, denen sage ich … Hochmut kommt vor dem Fall. Denn die Letzten werden die Ersten sein …

 

(© Gina Kaya, Juni 2016)