Schwarzwaldwoelfin
Schwarzwaldwoelfin

MARCEL 18.02.1956 - 07.02.2014

 

Der Weg war zu steinig,

der Berg war zu hoch,

die Kraft war zu schwach

und der Atem zu kurz.

Da nahmen Dich die Engel in die Arme

und sprachen: "Komm heim !"

 

Lieber Marci,

 

dieses Zitat hat mir Dein Bruder am Tage Deines Übergangs als sms gesendet und niemand weiß, so gut wie wir beide, wie stimmig es ist und wie perfekt es paßt.

 

Ich kann Dir nicht sagen, wie tief der Schmerz in mir ist und trotzdem weiß ich, dass ich weitermachen muß. Für Dich - für mich - für diese Welt ! Ich wünsche mir, dass Du ab und zu zu uns herunterschaust ... zu mir und unseren drei Buben ...  und dass Du dann stolz auf uns bist.

 

Marci, Du warst mir Partner, Geliebter, Vertrauter, bester Freund ... Du warst alles für mich und ich hätte mir keinen besseren Mann wünschen können. Ich habe es Dir oft gesagt, habe Dir gesagt, dass ich noch genau so verliebt in Dich bin wie am ersten Tag, dass ich Dich liebe und dass ich Dich immer lieben werde, auch wenn Du nicht bei mir bist.

 

Keiner hat geahnt, dass dieser Tag so schnell da sein würde.

 

Du hast hier - bei uns - eine Familie gefunden. Du wurdest hier akzeptiert, angenommen und geliebt und ich bin froh, dass Du diese Zeit noch erleben durftest.

 

Wir alle vermissen Dich so sehr ...

 

Es gibt die Welt der Lebenden ... und ... es gibt die Welt der Toten ... Die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe !

 

Dein Ginchen

 

 

 

 

 

LAURA - 09.01.1991 - 25.05.2008

Ich möchte hier nicht allzuviel dazu schreiben und lasse die Bilder für sich sprechen.

Das Video sagt alles ... Laura wird für immer einen Platz in meinem Herzen behalten.

 

http://www.youtube.com/watch?v=9vwwbcv0UsI

 

IRIS 11.08.1956 - 18.12.2015

Liebe Iris,

 

nun ist ein weiteres Loch in meinem Dasein, denn Du bist gegangen.

Eine lange Leidenszeit ist für Dich vorbei und ich hätte Dir gerne noch viel mehr mit auf Deine Reise gegeben. Ich hätte Dir so gerne Deine Angst genommen. Ich habe es nicht geschafft. Aber vielleicht habe ich Dir ein bißchen tragen helfen können, indem ich da war und Dir zuhörte. Vielleicht nur durch ein Wort oder meine Stimme oder vielleicht nur durch den kleinen Engel, den ich Dir mitgebracht hatte und der Dich von da ab, täglich begleitete.

 

Vor 25 Jahren haben wir uns kennengelernt und in all den Jahren viel meistern müssen. Die Zeit war nicht einfach. Dein Kampf ist nun zu Ende. Du durftest all die schwere Last nun ablegen ... ich muß meine noch eine Weile tragen.

 

Wir sind verbunden über die Brücke zwischen den Welten.

Und ich werde Dich immer in meinem Herzen tragen.

Eines Tages werden wir uns wiedersehen.

 

Vielleicht schaust Du ja gerade zusammen mit Marcel hier auf die Erde.

 

Dann wünsch ich Euch "fröhliche Weihnachten"

 

Gina

 

MINOU 1995 - 2014

Schweren Herzens mußte ich gestern unser ältestes Rudelmitglied über die Regenbrücke entlassen ...

 

Fast 20 Jahre alt ist er geworden ... unser alter Herr ... und wenn es nach ihm gegangen wäre, so hätte er - ganz nach Minou-Manier - noch weiter an seinem Leben festgehalten. Die Knochen waren müde und konnten das abgemagerte Körperchen nicht mehr tragen. So ist er gestern zu Herrchen gereist ...

 

RUN  FREE ... kleiner Minou ... und bitte verzeih mir, wenn ich Dich manchmal gar zu sehr habe plagen müssen mit der doofen Kämmerei. Verzeih mir auch, wenn Du mir so manchesmal auf die Nerven gingst mit Deinem lauten Geschrei morens um 5 Uhr. Ich danke Dir für die lange, lange Wegbegleitung. Wir alle vermissen Dich und haben gestern noch lange Dein wunderschönes Gesichtchen angesehen ... so friedlich.

 

Bis zu unserem Wiedersehen bleibst Du in unseren Herzen. Genieße die Zeit mit Herrchen und schau ab und zu bei uns vorbei.

ELVIS 2009 (geschätzt vom Tierarzt) - 05.06.2016

Unvorstellbar, dass der von allen so geliebte Elvis nicht mehr unter uns ist.

 

Elvis fiel an einem Sonntagmorgen ganz plötzlich um und schrie, wie ich noch nie ein Tier habe schreien hören. Zunächst dachte ich, er sei in Unterzuckerung gefallen und rannte schnell und strich im Honig ins Maul. Aus Erfahrung weiß ich, dass er sich dann sehr schnell wieder erholt, doch dies blieb dieses Mal aus. Nachdem ich nach ein paar Minuten keine Besserung feststellen konnte, rief ich sofort den Notdienst an und fuhr dann sofort mit Elvis nach Baden-Baden in die neue Tierklinik am Rollfeld. Der Tierarzt erwartete mich bereits und hatte sich wohl gedacht, dass ich am Telefon etwas übertrieben habe. Als er mich mit Elvis sah, war er ganz geschockt und meinte: "Mensch, dem geht es mal richtig schlecht."

 

Er gab ihm erst einmal etwas zur Beruhigung und dass er einschläft, was gar nicht so einfach war, denn man konnte Elvis nicht anfassen, ohne dass er sofort wieder anfing zu schreien und zu beißen. Ich verbrachte über 3 Stunden in der Praxis, weil wir uns nicht schlüssig waren, was wir tun sollten. Ich weinte und weinte und wußte instinktiv doch, dass ich diesem Tier nicht noch mehr zumuten wollte, als was er schon alles mitgemacht hatte. Da wir auch nicht wußten, was genau er hatte, hätte er unzählige Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen. Dazu konnte der Arzt nicht garantieren, dass er nicht mit einem großen Hirnschaden wieder aufwacht, weil die Sauerstoffzufuhrt so lange nicht funktioniert hatte.

 

Ich weiß es nicht, aber ich vermute, dass Elvis eine Embolie hatte.

Ich entschied mich, ihn gehen zu lassen und habe das bis zum heutigen Tage noch nicht verarbeitet. Er war doch noch so jung. Heute ist schon Ende Oktober und ich konnte den Verlust bis jetzt nicht hier aufschreiben.

 

Elvis fehlt allen. Den Hunden als auch den Menschen.

Mein großer Hund wollte ihn sofort wieder ausbuddeln und hat, als ich ihn nochmal zur Verabschiedung den Jungs hingestellt habe, einen sehr langen Moment neben ihm verweilt. Die Trauer war ihm anzumerken. Querido und Elvis - sie hatten ein ganz besonderes Verhältnis.

 

Wir müssen ohne ihn leben, bis wir ihn hoffentlich eines Tages wieder in unserer Mitte haben ... wie auch alle anderen.

 

Elvis war ein absolut außergewöhnliches Tier. Ich habe niemals einen solchen Kater erlebt. Ich weiß bis heute nicht, wo er herkam und warum er so schnell wieder weg ging.

 

Die Geschichte von Elvis

Nachdem ich täglich morgens und abends im Wald unterwegs war, um meine Ginger zu suchen, erlebte ich eines Tages folgende Begebenheit.

In dem Waldstück, in welchem unsere Rübe verschwunden war, steht eine Laube. Dort fand sich für mich eine gute Gelegenheit, einen Futterplatz einzurichten, da das Fressen vor Wind und Regen geschützt war.

 

Jeden Morgen brachte ich also Hundefutter dorthin und kontrollierte abends, ob etwas fehlte.

Nachdem ich festgestellte hatte, dass das Futter tatsächlich ständig weg war, vergrößerte ich die Portionen, weil ich felsenfest davon überzeugt war, dass es sich um meine Hündin handelte, die das Fressen holte.

Wir präparierten die Futterstelle rundherum mit feinem Sand, um Spuren sichten zu können und wunderten uns immer wieder, dass alles Futter weggefressen war, sich aber keinerlei Spuren von einem Tier fanden.

 

Die meiste Zeit über ging ich alleine zur Futterstelle. So auch an einem Spätsommertag.

Ich bog um die Ecke zur Laube und blieb wie erstarrt stehen, so sehr hatte ich mich erschrocken. Mitten auf dem Tisch, der sich in der Mitte der Laube befand, saß eine kleine, schwarze Katze.

"Wer bist Du denn ..." sprach ich sie an und sie maunzte kläglich zurück. Zunächst dachte ich, es sei ein Kätzchen von einem nahe gelegenen Bauernhof. Aber das kleine Bündel blieb einfach da sitzen und beobachtete mich. Sobald ich versuchte, mich ihr zu nähern, verschwand sie im Wald.

 

Nun ging ich also nicht nur meinen Hund suchen, sondern auch ganz nebenbei noch diese Katze füttern.

Ab diesem Tag, an welchem sie sich mir gezeigt hatte, wartete sie nun täglich am Waldrand auf mich, bis ich kam. Dann maunzte sie und lief hinter mir her, schlang das Essen, welches ich ihr brachte, gierig hinunter und saß dann erwartungsvoll vor mir. Ging ich zurück zum Auto, lief sie mir den fast 1 Kilometer langen Weg in einem Abstand von ca. 1 - 2 Meter nach.

Doch hochnehmen durfte ich sie nicht.

Sie kam auf meinen Schoß und ließ sich streicheln, doch wehe ich versuchte sie mitzunehmen. Dann bekam ich ihre Krallen zu spüren.

 

War ein anderer Mensch bei mir, ließ sich das Kätzchen nicht blicken.

Wochen vergingen - der Herbst brachte kalte Luft und es wurde immer früher dunkel.

Was sollte ich nun tun ? Ich mußte die Katze irgendwie einfangen. Sie konnte nicht hier alleine im Wald bleiben.

So fuhr ich zu meinem Tierarzt und erklärte ihm die Situation.

Er meinte, wenn ich mir sehr sicher sei, dass sie mir nicht entwischt, könnte ich es mit einer Schlaftablette probieren. Würde sie mir aber abhauen, wäre die Gefahr groß, dass sie irgendwo liegen bleiben und so zur Beute würde.

 

Ich war mir recht sicher, dass das Bündel nicht vor mir weglaufen würde und ich nahm also eine Schlaftablette mit in den Wald. Der Doc meinte, eine halbe würde genügen und sie würde dann gute 10 Stunden tief und fest schlafen. Also machte ich eine halbe Tablette fertig und verteilte sie unter dem Essen. Als würde der Fellknäuel was ahnen, kam und kam er nicht. Erst als es gerade anfing zu dämmern und ich schon halb erfroren war, hörte ich das Maunzen. Nachdem die Schüssel leer war, legte das Kätzchen sich auf meinen Schoß. Schon merkte ich, wie das Bündelchen immer schwerer wurde und dachte, dass es gleich schlafen würde. Denkste ! Nicht ein Auge tat das Wesen zu, auch wenn es totmüde war. Zum Glück hatte ich einen Kopfkissenbezug mitgebracht. Dort steckte ich das Mäuschen hinein und nahm es fest in meinen Arm.

Es war ein richtiger Kampf bis ich das Tier im Auto hatte, aber es war geschafft.

 

Zuhause war natürlich erst einmal Chaos angesagt. Minou tobte das erste Mal in seinem Leben und spukte den Kleinen an und dieser verpieselte mir natürlich die komplette Bude.

 

Am nächsten Tag brachte ich das Kätzchen zum Tierarzt, um festzustellen, ob es gechipt ist und vielleicht sogar gesucht würde. Ich selbst war absolut überzeugt, dass es sich nur um ein Mädchen handeln konnte, doch Dr. Huemi belehrte mich eines besseren. Es war ein Bub. Da ich das Tierchen im Wald auf Elvira von Hohenstein getauft hatte, zwecks seines majestätischen Aussehens, fiel mir nun dazu nichts besseres ein, als aus der Elvira einen Elvis zu machen :)

 

Da das Katerchen weder einen Chip noch ein Tattoo aufwies, brachte ich den Kleinen ins zuständige Tierheim, wo ich mir erst einmal einen frechen Vortrag anhören mußte, den ich jetzt besser nicht wiedergebe.

Man nahm das Tier dann aber doch auf, ließ es untersuchen, behandelte die vielen Ohrmilben und kastrierte den Schnurrer. Wir riefen jeden Tag an und fragten, wie es ihm ginge und ob sich jemand gemeldet hätte, der den Kleinen vielleicht vermißt. Und nach einiger Zeit sagte ich, dass der Elvis einfach wieder zu uns müsse, weil er sich ja mich als Frauchen ausgesucht hatte.

 

Ich fuhr also zum Tierheim, nachdem er aus der Quarantäne heraus war und sagte dort, dass ich mich mit dem Gedanken trage, den Buben zu mir zu nehmen. Daraufhin mußte ich mir nochmals eine Lektion anhören und mir sagen lassen, dass man mir das Tier nicht geben würde, weil ich es schließlich abgegeben hätte.

Ich schwor an dieser Stelle, nie mehr auch nur einen einzigen Fuß in dieses Tierheim zu setzen - egal was passieren würde. Daran habe ich mich bis zum heutigen Tag gehalten und werde es auch weiterhin tun.

Selten ist mir so ein frecher und anmaßender Mensch im Tierschutz über den Weg gelaufen.

 

Nun blieb also nur noch eine Möglichkeit ... Freunde mußten ran. Ein Anruf genügte und binnen kürzester Zeit hatten sie klein Elvis aus dem Tierheim befreit und ihn demjenigen zugeführt, zu dem er einfach gehört ... MIR !

Nachdem ich täglich morgens und abends im Wald unterwegs war, um meine Ginger zu suchen, erlebte ich eines Tages folgende Begebenheit.

In dem Waldstück, in welchem unsere Rübe verschwunden war, steht eine Laube. Dort fand sich für mich eine gute Gelegenheit, einen Futterplatz einzurichten, da das Fressen vor Wind und Regen geschützt war.

 

Jeden Morgen brachte ich also Hundefutter dorthin und kontrollierte abends, ob etwas fehlte.

Nachdem ich festgestellte hatte, dass das Futter tatsächlich ständig weg war, vergrößerte ich die Portionen, weil ich felsenfest davon überzeugt war, dass es sich um meine Hündin handelte, die das Fressen holte.

Wir präparierten die Futterstelle rundherum mit feinem Sand, um Spuren sichten zu können und wunderten uns immer wieder, dass alles Futter weggefressen war, sich aber keinerlei Spuren von einem Tier fanden.

 

Die meiste Zeit über ging ich alleine zur Futterstelle. So auch an einem Spätsommertag.

Ich bog um die Ecke zur Laube und blieb wie erstarrt stehen, so sehr hatte ich mich erschrocken. Mitten auf dem Tisch, der sich in der Mitte der Laube befand, saß eine kleine, schwarze Katze.

"Wer bist Du denn ..." sprach ich sie an und sie maunzte kläglich zurück. Zunächst dachte ich, es sei ein Kätzchen von einem nahe gelegenen Bauernhof. Aber das kleine Bündel blieb einfach da sitzen und beobachtete mich. Sobald ich versuchte, mich ihr zu nähern, verschwand sie im Wald.

 

Nun ging ich also nicht nur meinen Hund suchen, sondern auch ganz nebenbei noch diese Katze füttern.

Ab diesem Tag, an welchem sie sich mir gezeigt hatte, wartete sie nun täglich am Waldrand auf mich, bis ich kam. Dann maunzte sie und lief hinter mir her, schlang das Essen, welches ich ihr brachte, gierig hinunter und saß dann erwartungsvoll vor mir. Ging ich zurück zum Auto, lief sie mir den fast 1 Kilometer langen Weg in einem Abstand von ca. 1 - 2 Meter nach.

Doch hochnehmen durfte ich sie nicht.

Sie kam auf meinen Schoß und ließ sich streicheln, doch wehe ich versuchte sie mitzunehmen. Dann bekam ich ihre Krallen zu spüren.

 

War ein anderer Mensch bei mir, ließ sich das Kätzchen nicht blicken.

Wochen vergingen - der Herbst brachte kalte Luft und es wurde immer früher dunkel.

Was sollte ich nun tun ? Ich mußte die Katze irgendwie einfangen. Sie konnte nicht hier alleine im Wald bleiben.

So fuhr ich zu meinem Tierarzt und erklärte ihm die Situation.

Er meinte, wenn ich mir sehr sicher sei, dass sie mir nicht entwischt, könnte ich es mit einer Schlaftablette probieren. Würde sie mir aber abhauen, wäre die Gefahr groß, dass sie irgendwo liegen bleiben und so zur Beute würde.

 

Ich war mir recht sicher, dass das Bündel nicht vor mir weglaufen würde und ich nahm also eine Schlaftablette mit in den Wald. Der Doc meinte, eine halbe würde genügen und sie würde dann gute 10 Stunden tief und fest schlafen. Also machte ich eine halbe Tablette fertig und verteilte sie unter dem Essen. Als würde der Fellknäuel was ahnen, kam und kam er nicht. Erst als es gerade anfing zu dämmern und ich schon halb erfroren war, hörte ich das Maunzen. Nachdem die Schüssel leer war, legte das Kätzchen sich auf meinen Schoß. Schon merkte ich, wie das Bündelchen immer schwerer wurde und dachte, dass es gleich schlafen würde. Denkste ! Nicht ein Auge tat das Wesen zu, auch wenn es totmüde war. Zum Glück hatte ich einen Kopfkissenbezug mitgebracht. Dort steckte ich das Mäuschen hinein und nahm es fest in meinen Arm.

Es war ein richtiger Kampf bis ich das Tier im Auto hatte, aber es war geschafft.

 

Zuhause war natürlich erst einmal Chaos angesagt. Minou tobte das erste Mal in seinem Leben und spukte den Kleinen an und dieser verpieselte mir natürlich die komplette Bude.

 

Am nächsten Tag brachte ich das Kätzchen zum Tierarzt, um festzustellen, ob es gechipt ist und vielleicht sogar gesucht würde. Ich selbst war absolut überzeugt, dass es sich nur um ein Mädchen handeln konnte, doch Dr. Huemi belehrte mich eines besseren. Es war ein Bub. Da ich das Tierchen im Wald auf Elvira von Hohenstein getauft hatte, zwecks seines majestätischen Aussehens, fiel mir nun dazu nichts besseres ein, als aus der Elvira einen Elvis zu machen :)

 

Da das Katerchen weder einen Chip noch ein Tattoo aufwies, brachte ich den Kleinen ins zuständige Tierheim, wo ich mir erst einmal einen frechen Vortrag anhören mußte, den ich jetzt besser nicht wiedergebe.

Man nahm das Tier dann aber doch auf, ließ es untersuchen, behandelte die vielen Ohrmilben und kastrierte den Schnurrer. Wir riefen jeden Tag an und fragten, wie es ihm ginge und ob sich jemand gemeldet hätte, der den Kleinen vielleicht vermißt. Und nach einiger Zeit sagte ich, dass der Elvis einfach wieder zu uns müsse, weil er sich ja mich als Frauchen ausgesucht hatte.

 

Ich fuhr also zum Tierheim, nachdem er aus der Quarantäne heraus war und sagte dort, dass ich mich mit dem Gedanken trage, den Buben zu mir zu nehmen. Daraufhin mußte ich mir nochmals eine Lektion anhören und mir sagen lassen, dass man mir das Tier nicht geben würde, weil ich es schließlich abgegeben hätte.

Ich schwor an dieser Stelle, nie mehr auch nur einen einzigen Fuß in dieses Tierheim zu setzen - egal was passieren würde. Daran habe ich mich bis zum heutigen Tag gehalten und werde es auch weiterhin tun.

Selten ist mir so ein frecher und anmaßender Mensch im Tierschutz über den Weg gelaufen.

 

Nun blieb also nur noch eine Möglichkeit ... Freunde mußten ran. Ein Anruf genügte und binnen kürzester Zeit hatten sie klein Elvis aus dem Tierheim befreit und ihn demjenigen zugeführt, zu dem er einfach gehört ... MIR !

 

Kranker Kater

Doch damit war es nicht getan.

 

Elvis zog nun bei mir ein. Ich hatte zuvor ein Gespräch mit Minou geführt und ihm erklärt, dass es notwendig sei und ich ihn bäte, auch Elvis liebevoll aufzunehmen.

Und so kam es dann auch, dass beide sich von Anfang an akzeptierten.

 

Zu Beginn mußte ich hin und wieder eingreifen, weil Elvis einfach so unbändig und wild war und Minou seine groben Spielchen weh taten. Aber all das legte sich bald und heute sind sie ein Herz und eine Seele.

 

Ich beobachtete den Kater und spürte einfach, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. Aber was sollte denn sein, er wurde doch im Tierheim auf den Kopf gestellt und alles als ok befunden.

Meine Freundin mußte nochmal mit ihm zum Tierarzt vor Ort gehen - das hatte sie im Tierheim versprochen. Ich sagte ihr also, dass sie unbedingt sagen soll, was mir auffiel. Nämlich, dass Elvis extrem viel trank und extrem viel ausschied. Aber auch ihr Arzt fand nichts besorgniserregendes.

 

Mir gefiel das trotzdem alles nicht und so packte ich klein Elvis in den Korb und fuhr mit ihm zu Dr. Huemi. Ich sagte ihm, dass ich jetzt ein komplettes und großes Blutbild wolle, da ich mir sicher bin, dass mit dem Tier etwas nicht stimme. Er tat, worum ich ihn bat und stellte mit großen Augen fest, dass mein kleiner Scheißer hochgradig zuckerkrank war / ist.

Er konnte es selbst nicht glauben und traute seinen Augen nicht. Wortwörtlich meinte er: "Ich habe noch nie eine Katze mit Zucker in dem zarten Alter gehabt. Der Kleine muß einen Bauchspeichelschaden erlitten haben."

Ich war einfach nur froh, dass wir die Ursache gefunden hatten und war mir nicht bewußt darüber, was mir noch bevorstand, bis Elvis auf das Insulin eingestellt war. Es war wie eine Fahrt auf der Achterbahn - mal zu hoch - mal zu niedrig, dann wieder normal.

Das Schlimmste aber waren die Male, in denen der Kleine zuviel Insulin hatte. Da fiel er in Krampfanfälle und ich dachte bei jedem einzelnen: "Das überlebt er niemals".

 

Nach langer Zeit, in der ich mich über alles informiert habe und mir selbst alles Informationen zusammengesucht habe, um ihn richtig behandeln zu können, ist er nun auf einem guten Weg. Er erhält täglich Globuli und 0,7 - 0,8 mg Insulin. Ich muß ihn nur 1 x täglich spritzen und habe die Ernährung umgestellt.

Elvis geht es toll und er ist ein ganz außergewöhnlicher Kater, lebendig, verschmust und verspielt.

 

Elvis ist auch etwas ganz besonderes für mich und mein Herz hängt unendlich an diesem kleinen Kerl, den der Himmel mir geschickt hat.

Und wenn mich manchmal jemand frägt, wo Elvis her ist, dann sage ich ... "Elvis ? Elvis ist vom Himmel gefallen ... " Und so empfinde ich ihn auch - wie einen Engel.

 

Als Mike in unsere Familie kam, hat sich Elvis ganz eng an ihn angeschlossen. Mike wurde es manchesmal zuviel mit den Annäherungsversuchen von klein Elvis. Dann ist er aufgestanden und hat sich an eine andere Stelle gelegt. Manchmal lag Elvis dann in Mikey´s Körbchen und Mike davor :)

 

Elvis hat alles von Mikey abgeschaut und er liegt heute noch so, wie Mikey immer gelegen ist - in den gleichen Stellungen. Er liegt auch auf den Plätzen, die vorher von Mikey ausgewählt waren und ganz oft liegt er in Mikey´s Körbchen, schnuffelt an seinen Spielsachen, legt seinen Kopf darauf und schaut mich traurig an.

 

Das macht es mir natürlich umso schwerer, wenn ich sehe, dass auch er noch um seinen großen Freund trauert und ihn sucht.

 

Elvis ist ein ganz sanfter Kater, immer noch ängstlich und total auf mich fixiert.

Meinen Sohn akzeptiert er, aber sobald ein anderer Mensch die Wohnung betritt, ist er verschwunden und zeigt sich nicht mehr. Keiner kannihn anfassen, ohne nicht heftige Spuren davon zu tragen. Das ist geblieben.

Zu mir kommt er freiwillig, wenn ich ihm sage, dass es "Spritz-Zeit" ist :) Er legt sich dann hin und entspannt sich, weil er weiß, dass es so nicht so sehr piekst.

 

Das Katerchen trägt eine unglaubliche starke Energie in sich und er ist von allen Tieren derjenige, an dem ich am besten Energie sehen kann. Seine Aura glüht förmlich.

 

Elvis, Du bist eine ganz tolle und starke Seele und ich bin so dankbar, dass Du in mein Leben gefallen bist.

Du bereicherst mich so sehr mit Deiner Liebe und Deinem Vertrauen, das Du mir schenkst.

 

Mögen wir noch eine lange Wegstrecke gemeinsam gehen dürfen.

 

Und nach wie vor bin ich noch immer der Überzeugung, dass Du eine Inkarnation von Sissi bist.

So viel Zufälle kann es nicht geben ;-)