Schwarzwaldwoelfin
Schwarzwaldwoelfin

Zeit loszulassen

Zeit loszulassen ...

 

Das Leben hat auf mich gewartet.
Es hat mich nicht vergessen ...
hat nur still und leise neben mir verharrt ...
ausgehalten....
getragen.

 

Das Leben hat gewartet ...
auf diesen letzten Schritt.
Unbemerkt stand es neben mir ...
beschützend und hütend.

 

Doch nun
hat es sich bemerkbar gemacht ...
mir gezeigt,
dass es da ist.

 

Ich habe meinen Blick gewendet
und es angeschaut ...
das Leben.

 

Und es hat mir zugelächelt ...
sanft, leise, aufmunternd ... 
hat es geflüstert:
Geh ... die Zeit ist reif.

 

In meinem Herzen ein Beben
ein Aufbäumen
zaghaftes Hervorkommen
vorsichtig tastend
weinend ...
lachend ...
zurück ins Leben.

 

Danke Leben

(© Gina K.)

 

Weinen

Wie wunderbar doch die Luft ist, nach so einem kostbaren Regen. Der Wald atmet reine, frische Luft aus und verströmt sich in wohlriechendem reinen Duft.

 

Die Pflanzen erscheinen frisch gewaschen, fast wie blank poliert. Sie glänzen und wetteifern um die höchste Strahlkraft. Und an manchem Blatt rollt noch ein letzter Tropfen herab, um sich am Blattrand noch eine Weile festzuhalten ... ehe er fällt.

 

Bei Menschen ist es auch so, wenn sie weinen.

 

Auch wenn die Phase des Weinens zunächst einmal heftig ist und sie erschüttert, so ist der Mensch doch danach wie reingewaschen. Seine Augen können wieder strahlen und glänzen ... ganz wie die Pflanzen nach dem Regen.

 

Und wenn sich eine letzte Träne noch über die Wange stiehlt und am Kinn hängen bleibt ... sind die Lippen schon wieder bereit, sich zu einem Lächeln zu erheben.

 

Natur ohne Regen ist wie ein Weg durch die Wüste.
Ein Mensch ohne Tränen vertrocknet.

 

Deshalb Mensch ... weine und reinige dich von all dem Staub des Lebens. Schenke der Erde deine Tränen und halt sie nicht fest. Das Strahlen ist nahe.

 

(© Gina K.)

 

Ich möchte Dir sagen ...

Ich möchte DIR sagen ...

 

Du kannst mich verfluchen … ich werde trotzdem nicht von dir lassen.

 

Du kannst mich hinauswerfen … doch ich werde geduldig vor deiner Tür stehen und warten.

 

Du kannst mich verleugnen und so tun, als gäbe es mich nicht … aber ich werde dich weiter mit allem versorgen, was du benötigst.

Ich werde dir Atem geben, Wasser und Licht.

 

Ja, selbst wenn du versuchst, mich zu töten … wird dein Tun nicht von Erfolg gekrönt sein. Ich werde still und leise neben Dir gehen.

 

Und wenn du wegläufst und versuchst mich hinter dir zu lassen … so bin ich dein Schatten, der Dir folgt.

 

Setzt du dich an den dunkelsten Ort und sperrst mein Licht aus ... so wirst du feststellen müssen, dass ich selbst in der Dunkelheit noch anwesend bin.

 

Und selbst wenn du versuchst, mich auszulöschen, indem du dich selbst tötest ... werde ich da sein und dich in Empfang nehmen.

 

Was immer du tust … ich bin da.

 

Gott

 

(© Gina K.)

 

Spirituelle Arroganz

Wohl nirgendwo ist mir mehr Arroganz begegnet, als in der spirituellen / esoterischen Szene. Immer wenn ich dachte, ich wäre auf jemanden gestoßen, der ein "echtes" spirituelles Leben lebt, durfte ich bald darauf wieder erfahren, wie Pfeile von dort abgeschickt wurden, auf denen stand: "Ich weiß es aber" oder "ich habe Recht". Das Ego kann nirgendwo so aufgebläht werden wie unter dem Deckmantel der Spiritualität.

 

Es gibt nur sehr, sehr wenige Begegnungen, von denen ich sagen würde: "Ja, dieser Mensch hat verstanden und lebt nicht mehr sich sondern seinen Dienst für das Höhere."

Viele machen es sich in dieser neuen Zeit sehr einfach, indem sie einfach sagen: "Alles ist so, wie es ist und deshalb brauchen wir uns auch keine Gedanken darüber machen. Wir müssen es nur annehmen, weil alles von Gott kommt. Auch das Leid, das Dunkle, das Böse." Somit müssen wir uns um nichts kümmern.


Dies widerspricht völlig meiner eigenen Meinung.

 

Wenn wir auf dieser Schiene reisen, werden wir alles an Migefühl verlieren, was wir haben. Wir werden zuschauen, wie es anderen schlecht geht und milde dabei lächeln, weil wir glauben, das müsse so sein und entspricht dem Höheren Plan. Nein - dafür sind wir ganz sicher nicht auf die Erde gekommen.

 

Die Erde ist dazu da, um ein Erdenleben zu führen und im Himmel werden wir ein himmlisches Leben führen. Beides hat seine Zeit und muss erfüllt werden. Wenn wir den Himmel auf die Erde holen und die Erde mit in den Himmel nehmen ... haben wir unsere Aufgabe erfüllt.

Im Gegenzug gibt es dann noch jene, die glauben, alles zu wissen und großzügig "Licht und Liebe" verteilen, um dann plötzlich beleidigt zu werden, wenn jemand sie hinterfragt. Wer heute "Energiebehandlungen" anbietet und sich diese auch noch für viel Geld bezahlen lässt, der sollte sehr, sehr gut geprüft werden. Woher soll ich denn wissen, ob dessen Energie tatsächlich frei und rein ist ? Wie schnell ist da etwas übertragen, das ich gar nicht haben will ? Der Grat ist sehr schmal, auf dem man erkennt, wer wirklich Hilfe braucht und in welcher Form.

 

Die eigentliche Kunst der hohen Spiritualität liegt darin, die rechte Zeit zu erkennen. Es gibt Zeiten zum Handeln, es gibt Zeiten zum Schweigen, es gibt Zeiten zum Reden und es gibt Zeiten still und leise weiterzugehen. Eines aber liegt all dem zugrunde ... das ist das Dienen. Dienen aber bedeutet gelebte Demut. (Demut = diomuoti (althochdeutsch) = dienstwillig).

Demut vor Gott heißt ihm zu dienen. Und wer ihn an erste Stelle stellt, wird niemals behaupten, etwas zu wissen. Denn alles, was wir empfangen, ist so viel größer. Ja, es ist so groß, dass wir sein Wissen nicht einmal im Kleinsten erfassen können. Aus dieser Quelle, erhalten wir da Reinste, das wir erhalten können. Warum sich also an Menschen, anstatt an die Quelle wenden ? Wenn wir uns unterordnen unter dieses große Eine, dann werden wir zu jedem Zeitpunkt erhalten, was wir benötigen, was wir wissen müssen ... alles.

 

Ich weiß, ich wiederhole mich ... aber mein Lebensmotto lautet "An den Früchten werdet ihr erkennen" und so betrachte ich mir die Früchte und entscheide dann, ob ich die persönliche Wahrheit eines Menschen annehme oder nicht. Für mich persönlich ist die höchst gelebte Spiritualität die der Bescheidenheit ... der Demut ... im Vertrauen auf Gott.

 

Ihm allein fühle ich mich verpflichtet - und sonst niemand.

 

(© Gina K.)

 

 

Ein paar Worte über "Achtung"

Ein sehr großer Teil meiner Nachfolgegeneration zeigt mir deutlich eine gewisse Verzogenheit und  Arroganz. Um deutlich zu machen, was ich meine, schreibe ich hier mal ein paar Auszüge aus Gehörtem:

 

- Azubi: "Was geht denn? Wir leben im 21. Jahrhundert. Wenn Schwule heiraten dürfen, brauchen Azubis auch keine Slaven mehr zu sein".

 

- Jung zu Alt: "Du hast doch zwei gesunde Hände. Das kannst du auch selbst machen." 

 

- Schwiegertochter über Schwiegermutter: "So hat noch niemand mit mir gesprochen".

 

- Ein Lehrling: " Ich habe schon immer gemacht, was ich wollte. Und plötzlich soll ich mir etwas von anderen sagen lassen ?"

 

Diese Aussagen sollen nicht bewertet werden. Sie stehen nur da, um zu verdeutlichen, was ich meine.

 

Mein Frage - um die es mir in der HAUPT-Sache geht - ist nämlich diese: Wenn die Jungen keinerlei Achtung und Respekt mehr vor den Älteren haben, wie um alles in der Welt sollen Sie dann Achtung und Respekt vor der Schöpfung, die ja noch um ein Vielfaches größer ist, haben ?

 

Das ist die Kernfrage.

 

Ich habe nachstehend ein Bild zu Rate gezogen. Wenn man es etwas vergrößert, sieht man das INNEN-Leben der zarten Pflanze besser - dies nur am Rande.

 

Ich habe diese Blüte lange betrachtet und mich in ihr Innerstes versenkt. Und dabei wurde mir gezeigt, wie unendlich wichtig das ist. Betrachtet man nur die Blütenblätter, entgeht einem die Lehre dieser Blüte. Die äußeren Teile dieser Blüte - also die zarten Blütenblätterchen - sind am weitesten vom Innen entfernt. Sie sind die zu letzt entstandenen Teile. Bevor sie sich entfalten konnten, war der Stempel da. Der Stempel, der hier wie ein wunderschöner starker Turm aussieht. Er ist das Fundament, die Basis, aus dem das weitere entsteht. Was wäre aus den Blütenblättern geworden, wenn dieser schöne lila Turm da nicht stünde? Richtig - nichts. Es gäbe sie gar nicht. Und so ist es auch mit all den Menschlein auf dieser Erde. Wären wir nicht - gäbe es unsere Kinder und Enkelkinder nicht. Wäre aber Gott nicht - so gäbe es auch uns nicht. Wie naheliegend ist es dann wohl, dem Achtung zu erweisen, der uns geschaffen hat ? Zunächst unseren Erzeugern, die sich als Gefäße angeboten haben, uns zu empfangen. Und dann dem einen Großen ... dem Schöpfer, der dies erst möglich macht.

 

Wohl dem, der diesen wundervollen lila Turm erkennt, achtet und schätzt. Er wird - genau wie in dieser Blüte erkennbar - aus dieser Quelle genährt werden. Seht euch an, wie sich der Turm ergießt, in einem wundervollen Strudel lebendiger Perlen. Wie ein Springbrunnen verschwendet er sich an jeden, der ihn annimmt. Es ist nicht wichtig, uns zu ehren ... wichtig ist IHN zu ehren. Ehrt ihr IHN, kommt automatisch die Achtung allen Lebens zurück 

Und vielleicht ist es genau das, was so nötig ist, um diese Welt wieder mehr zu ehren, sie nicht weiter auszubeuten und ihr den nötigen Respekt zu erteilen.

 

(© Gina K.)

 

Metamorphose

So wie eine Raupe zu einem Schmetterling heranwächst, reift auch der Mensch, um sich eines Tages zu erheben und davon zu fliegen.

 

Die Raupe, die oft unansehnlich, zuweilen hässlich, erscheint, kriecht zunächst einmal auf dem Boden, stets auf der Hut, nicht zertreten oder aufgefressen zu werden. Ausgeliefert an die Schwerkraft der Erde, muss sie ihren Weg zurücklegen, ehe sie weiter darf ... Dann aber ... wenn sie zum Schmetterling erwacht ... kann keiner sie mehr aufhalten. Zitternd erbeben ihre zarten Flügel und schell schwebt das zarte Faltertier in die Lüfte ... engelsgleich ... fein ... rein ... göttlich.

 

So wird es auch beim Menschen sein ... noch kriecht er im Staube ...

 

(Gina K.)

Wahre Größe erreicht man nicht, indem man als Weiser unter Weisen wohnt, sondern indem man sich als Weiser inmitten der Welt bewegt.

 

Askese führt vielleicht zu Weisheit, nicht aber zu wahrer Größe.

 

(© Gina K.)

 

Anders

Ein Meer von Sonnenblumen auf diesem großen Feld,
an dem ich – fast täglich – entlang spaziere.

Gelb strahlt es mir entgegen,
wie immer in diesen Tagen des Sommers.

 

Heute aber ist etwas anders.

Mein Blick fällt in die Mitte des Feldes und wird angezogen …
wie selbstverständlich,
von dieser einen Sonnenblume.

 

Ich gehe näher …
… und staune.

 

Da steht sie …
diese Eine … diese ganz Besondere,
die so völlig anders ist, als all die sie umgebenden.

Während all die anderen
ihre Köpfe leicht hängen lassen in der Mittagshitzenglut,
steht sie da …
stolz und erhaben ...
eine Königin unter den Sonnenblumen.

 

Nicht nur ein Köpfchen ziert ihr Haupt …
Es sind gleich fünf an der Zahl …
Während das Mittlere sich noch anstrengt, sich nach oben in die Mitte zu kämpfen, sehen sich die anderen schon neugierig um.
Eines blickt nach Osten,
eins nach Süden,
eins nach Westen
und eines hat den Blick nach Norden gewandt.

 

Warum ist sie mir noch nie aufgefallen …
diese besondere Sonnenblume ?
War ich unaufmerksam …
blind ?

 

Wie schwer sie doch zu tragen hat ...
mit ihren vielen Kronen.
Und doch ...
sie scheint die Kraft zu haben ...
während andere,
mit nur einer Blüte
bereits eingeknickt sind.

 

Ab heute nun weiß ich um sie
Und werde sie nie wieder
ohne Beachtung lassen.

Willkommen in meiner Welt …
du Eine … du Besondere …

 

(© Gina K.)

Sommerabend

Nicht jeder Sommerabend ist so, dass man im Garten sitzen und dem letzten Zirpen der Grillen zuhören kann.

 

Heute ist so ein anderer Sommerabend.

 

Der Tag hatte es schwer.
Es mußte die Schwüle aushalten,
hatte mit Regen und Gewitter zu kämpfen
und die Launen des Himmels zu ertragen.

 

Müde senken sich nun die Zweige der Bäume,
um Blumen und Gräser zuzudecken.
Die Vögel verstummen und
stellen ihre Flüge ein.

 

Heute ist Sonntag.
Für uns geht ein Tag der Entspannung zu Ende.
Doch für Mutter Natur ist jeder Tag voller Arbeit.
Sie kennt keinen freien Tag.

 

Und während wir nun nach Hause gehen
und unser Haupt zur Ruhe betten,
erwacht im Wald bereits neues Leben
und wieder ist es Mutter Natur
die Wache hält.

Ob Reh, ob Fuchs, ob Dachs ...
alle dürfen sie kommen
und finden Schutz bei dieser
wundervollen Mutter -
unserer Mutter Natur ...
die niemals schläft.

 

(© Gina K. )

Sommermittag

Wo morgens noch
die frische Brise des Windes
für Kühle sorgte ...
ist die Luft nun schwer geworden.

Unheilvoll liegt eine Schwere über dem Land.

 

Die Hunde laufen träge neben mir her ...
hechelnd hängen ihre Zungen aus dem Maul
und gesenkten Hauptes schleichen sie dahin,
als würde sie ein schlechtes Gewissen plagen.

 

Am Waldrand angekommen
legen sie sich sofort nieder ...
im Schatten der Bäume
und warten, was weiter geschieht.

 

Ich gönne ihnen die kurze Erholung
und sehe dem bunten Treiben
der Schmetterlinge zu.
So viele, dass ich sie nicht zu zählen vermag
flattern aufgeregt von einer zur anderen Blüte.

Warum sie wohl so ruhelos sind ?

 

Beim Betrachten, denke ich,
dass Gott wohl schon der größte Künstler
gewesen sein muss.

Wie fein er das Material gewählt hat,
auf dass er die bunten Farben tupfte.
Wie Pergament ...
so zart ...
so durchscheinend ..
voller Farbkraft, die kein Künstler mischen kann.
Und dazu noch voller Leben.

 

Mein Blick schweift weiter ...
weg von den Faltern ...
hin zu den leuchtenden Farben
der schönen Wiesenblumen.

Da stehen sie ...
völlig ruhig und gelassen,
ohne jede Bewegung,
als würden sie ihre Kraft aufsparen,
das nahende Gewitter zu meistern.

 

Schon naht von Ferne ein Grollen.
Die Hunde werden nervös,
schauen besorgt zum Himmel
und dann bittend zu mir.

Ich komme ihrer BItte gerne nach
und lade sie ein,
nach Hause zu gehen ...


an diesem Sommermittag.

 

(© Gina K.)

Sommermorgen

Der erste Gang am Morgen
erfüllt mein Auge mit Licht.

 

Das abgeerntete Kornfeld liegt vor mir
wie pures Gold.
Wertvoll und kostbar glänzt das Land unter ihm.

 

Ich verharre ...
lasse meinen Blick schweifen
über die wogenden Maisfelder,
die mich umgeben.

Die Sonne tanzt auf ihnen
in lichten Schritten.
Der Wind bewegt sich dazu
im Wippen der Blätter.

 

Ich atme ein.
Kostbare Erinnerung an ein
wogendes Meer
wird in mir wach.

 

Der laue Wind streift
sacht über meine Haut
und ein letztes Mal
atme ich die Stille ein,
ehe ich mich umdrehe
und zurück in den Tag gehe.

 

Wie kostbar ...
ein solcher Sommermorgen.

 

(© Gina K.)

Vertrauen

Wir Menschen reden immer von Vertrauen. Aber kaum einer vertraut.

 

Stets wollen wir, dass wir anderen vertrauen können ... dass andere vertrauenswürdig sind. Doch zweifeln wir sie immer wieder an.

Leider oft zu Recht ... die Mehrzahl der Menschen ist tatsächlich vertrauensunwürdig. Das liegt aber nicht daran, dass sie es nicht sein könnten, sondern eher daran, dass sie nicht authentisch leben und ihrer Umwelt ein anderes Bild von sich zeigen, als das, was sie wirklich sind.

 

Ganz anders bei Gott!

 

ER ist in absoluter Weise vertrauenswürdig.
Nur ... ist es hier noch schwerer, ihm zu vertrauen.
Noch schwerer ... nicht zu zweifeln,
Denn IHN ... sehen wir ja nicht einmal mit unserem bloßen Auge.

 

Das ist die eigentliche Kunst des Lebens.
Ihn wahrzunehmen, in dem, was ER ist.
IHM zu vertrauen und absolut sicher zu wissen, dass er uns alles gibt, was notwendig ist.

Er wird uns nicht geben, was wir nicht brauchen - zum Schutz unserer Selbst. Aber er wird uns alles geben, worum wir bitten ... wenn wir es benötigen. Und zwar genau dann, wann wir es benötigen.

 

Dem zu vertrauen - das ist gelebter Glaube.

 

Seht ... es ist wie mit den Weintrauben vor meinem Fenster.
Noch sind sie nicht reif. Sie hängen noch in grüner Farbe an den Rebstöcken ... völlig ungenießbar. Bald aber werden sie blau sein ... bereit für die große Ernte. Was sie aber bis zu diesem Tag gebraucht haben, das wird oft übersehen. Sie mussten sich emporkämpfen, damit sie hier bei mir vor´m Fenster landen. Sie benötigten Wasser und Sonne, um versorgt zu werden. Manchmal bekamen sie viel davon, manchmal wenig. Und sie mussten Stürme überstehen ... Blitz, Donner, Hagelschlag ... Doch dann eines Tages ist alles überstanden. Sie sind herangereift zu Perlen ... dunkelblauen Perlen ... und in ihnen ist keine BItterkeit ... nur unendliche Süsse.

 

(© Gina K.)

Sprachlos

Der Versuch ... zu schreiben ... ein Scheitern.
Der Versuch ... neue Worte zu finden ... ein Scheitern.
Der Versuch ... meinem Inneren Ausdruck zu verleihen ... ein Scheitern.
Der Versuch ... zu beten ... ein Scheitern.
Der Versuch ... mich anderen zu erklären ... ein Scheitern.

Welcher Versuch auch immer ... alles klingt auf einmal banal, tönt seicht ... verschwindet in der Größe des SEINS ... in Anbetracht des Göttlichen.

Es gibt keine Worte mehr.

Was bleibt ist blosses SEIN.
Das Leben selbst ist Gebet.

 

(© Gina K.)

Arm und Reich

Warum Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden ... kurz erklärt.

 

Wie bei allem, was ich schreibe, handelt es sich hierbei nur um meine persönliche Ansicht und Beobachtung.

 

Ein reicher Mensch verfügt über das Wesentliche, das es braucht, um reich zu werden Nämlich: er verfügt über Geld und Zeit. Das Geld, das er besitzt, erlaubt ihm, Zeit zu haben, weil er nicht zwangsweise "anschaffen" gehen muss. Dadurch, dass er Zeit hat, kann er diese Zeit nutzen, um Dinge zu tun..., die ihm wieder Geld bringen. So kann er z.B. sein Hobby zum Beruf machen ... er kann in jeder Form kreativ sein, weil er die Zeit dazu hat und er sich das Material dazu leisten kann. Oder er kann sich durch Seminar und Kurse weiterbilden, kann Ausbildungen absolvieren, die ihn interessieren und all das bringt ihm weiter finanzielle Mittel ein. Kurzum ... er hat die Möglichkeit immer wieder neu zu investieren ... in Altes oder in Neues.

 

Ein Mensch, der nichts hat, wird es sehr schwer haben, aus Nichts viel zu machen. Da er gezwungen ist, täglich zur Arbeit zu gehen, schafft es kaum einer, darüber hinaus auch noch so kreativ tätig zu werden, dass er sich davon eine neue Existenz aufbauen kann.

Deshalb stimmt der Spruch absolut: Reiche werden immer reicher - Arme immer Ärmer. Wenn aber all die Ärmeren weltweit nicht mehr arbeiten gehen würden, so könnten auch die Reichen bald nicht mehr viel mit ihrem Geld anfangen ... denn wer die Rädchen am Laufen hält, das sind nicht die Investoren. Es sind die Tätigen.

 

Ich - für meinen Teil - bin ich sicher ... der Tag wird kommen, an dem all das zusammenbricht. Denn auf Dauer gesehen, hat es keinen Bestand. Das war schon zu allen Zeiten so. Und dann fangen alle wieder an aufzubauen ... die Armen und die Reichen. Wer es dann wohl einfacher hat ?

 

(© Gina K.)

 

Loslassen ...

Was bedeutet "loslassen" ? Wird es nicht so oft falsch verstanden ? Los-lassen ... das Los (Schicksal / Gott) machen lassen ... zurück ins UR-Vertrauen gehen. Das ist loslassen. Wenn wir vom Leben aufgefordert werden, loslassen zu müssen ... dann müssen wir Vertrauen haben ... Vertrauen in die Ursprungsquelle ... und wissen, dass alles gut ist ... genau so wie es ist. Loslassen ... der Schöpferkraft überlassen ... So können wir frei werden.

 

(@ Gina K.)

Mein Freund ...

Heute will ich dir einen Brief schreiben. Einen Brief, in dem ich dir sagen möchte, was du für mich bedeutest. Einen Brief, den viele nicht verstehen werden und der andere berühren wird.

Du bist mein bester Freund im Leben. Und du bist deshalb mein bester Freund, weil du als einziger alle Merkmale eines guten Freundes erfüllst.

 

Du bist treu durch alle Zeiten. In jeder Situation hältst du uneingeschränkt zu mir und stellst dich an meine Seite. Was immer ich auch getan habe … DU liebst mich. Ob ich mißgelaunt bin oder euphorisch … DU hältst mich aus. Und an all den Tagen, an denen ich keine Lust habe, mich zu wäschen, zu kämmen oder mir die Zähne zu putzen … DU ignorierst auch das mit deine Großzügigkeit und Milde. Wenn ich mir einmal gestatte, ohne Dich auszugehen … so bist DU es, der geduldig und mit großer Sehnsucht auf nichts anderes wartet, als dass ich wieder im Türrahmen erscheine. Du bist nicht nachtragend, sondern gönnst mir auch einmal einen Abend mit Kollegen, ohne beleidigt zu sein und ohne mir eine Szene zu machen. Bin ich krank, nimmst Du still und ruhig neben mir Platz und bewachst meinen Schlaf, bis es mir besser geht. Und wenn ich weine, bietest Du Dich als Tränenauffangbecken an. Du fragst mich nicht aus, um dann das, was du von mir erfährst, gegen mich zu verwenden. Und es hat dich noch nie interessiert, was andere über mich sagten. Jedem, der mir weh tun will, stellst du dich mutig in den Weg. Du verteidigst nicht nur meine Person, sondern auch meine Ehre. Du bist freundlich, kompetent, weise und souverän. Wenn ich jemandem blind vertraue, dann DIR.

 

Du bist mein bester Freund.

 

Auch wenn Essen deine absolute Lieblingsbeschäftigung ist … DU würdest mir deine Mahlzeit geben, wenn ich sie von dir verlangen würde. Und obwohl du so gerne schläfst und deinen Schlafplatz bestens bewachst … rückst du sofort zur Seite, um mir die Hälfte deiner Matratze abzugeben. Nichts ist dir zu viel … wenn es darum geht, deiner Freundschaft zu mir Ausdruck zu verleihen.

 

Mein bester Freund, du begleitest mich … Tag für Tag … in jeder Situation … und so möchte auch ich dich begleiten. Ich gehe mit dir spazieren … in Regen und Schnee … im Winter wie im Sommer. Und ich nehme Rücksicht auf dich, wenn dir die Temperaturen zu heiss sind und du dich lieber in den Garten zurückziehen möchtest, um unter einem Baum zu dösen. Ich möchte ebenfalls mein Essen mit dir teilen … und auch mein Bett. Auch ich möchte an deiner Seite stehen in jeder Situation. Und wenn du alt und schwach wirst, möchte ich mich auf dich einstellen und die Zeit so mit dir verbringen, wie es für dich schön ist.

 

Wisse mein Freund … auch ich denke tagsüber an dich, wenn ich bei der Arbeit bin … sehne mich zum Feierabend, um wieder bei dir sein zu können. Auch ich möchte dir Freiheit gewähren … die Freiheit, Freunde zu haben … die Freiheit, dich zurückziehen zu können. Und auch ich verzeihe dir, wenn du mal alleine ausgehst. Auch wenn ich dann vor Angst fast vergehe, bis du wieder zuhause bist … bei deinem Anblick werde ich all meine Wut und Sorge vergessen und einfach froh sein, dich wiederzusehen.
 

Ja, mein Freund … solch eine Freundschaft ist unter Menschen schwer zu finden. Sie ist etwas ganz besonderes … und wird geschlossen zwischen Mensch und Hund. Menschen, die eine solche Freundschaft nie erlebt haben, haben nie bedingungslose Liebe kennengelernt … eine Liebe, die nie an Forderungen geknüpft ist.

 

Ich großer Achtung
Dein Mensch

 

(@ Gina K. )

 

 

Ist der Mensch wirklich die sog. Krone der Schöpfung ?

Gestern habe ich den Text eines Predigers gehört. Er machte mich wütend. Warum? ... Weil dieser Prediger, wie so viele unter ihnen, die Tiere darstellte, als hätten sie nur einen geringen Stellenwert. Der Mensch dagegen sei die "Krone der Schöpfung". Wenn ich so etwas höre oder lese, bekomme ich regelmäßig einen Knoten im Bauch.

Und dann vernahm ich folgende Worte:

Wer ist es, der immer bei dir ist und dir stets die Treue hält?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich liebt und annimmt, gerade so wie du bist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir deine Fehler verzeiht und dir nichts nachträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich tröstet in schweren Zeiten, wenn keiner mehr da ist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir Entscheidungsfreiheit läßt und jede deiner Entscheidungen geduldig mitträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist geduldig, treu, tröstend, freundlich, unaufdringlich, aufmerksam und bedingungslos liebend?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Und nun tausche das Wort "Gott" in jedem dieser Sätze durch das Wort "dein Hund" aus.

Und danach wiederhole dasselbe, indem du das Wort "Gott" mit "der Mensch" ersetzt.

Und dann frage dich, wer von beiden mehr göttliche Eigenschaften aufweist.

Der Mensch oder das Tier ?

(01.04.2017 - © Gina K.)

 

Das Leise hat eine laute Stimme (chinesische Weisheit)

So oft ... haben die Lauten nicht wirklich viel zu sagen.
So oft ... werden die Leisen übersehen.

 

Und doch kommen sie nach vorne ... diejenigen, die laut sind.
Die, die sich Raum nehmen.
Die, die sich wichtig nehmen.

 

Diejenigen, die leise sind, bleiben unbemerkt.
Vielleicht versuchen auch sie einmal, sich Raum zu nehmen ... laut zu sein.
Doch werden sie dabei nur unecht.

 

Die Lauten fahren die Leisen sehr oft an die Wand.
Und ... merken es noch nicht einmal.
Im Lärm geht vieles unter.

 

Ich möchte leise bleiben ... achtsam und aufmerksam.
Ich möchte verwundbar bleiben ... wenn ich wieder einmal übersehen werde.
Ja, ich möchte leise bleiben ... echt und weise ... in mir selbst ...
und von meinem Wissen abgeben ... dann, wenn es gefragt ist.

 

(Gina K.)

 

Was würde wohl Jesus sagen, wenn er heute hier ankäme und Tierversuchslabore besuchen würde ... wenn er in Schlachthäusern zu Besuch wäre ???

 

Was würde er uns mitteilen und raten, wenn er all die vielen menschlichen Wracks erleben würde ? ... wie sie leben ... wie sie sich ernähren ... mit was sie sich beschäftigen ???