Schwarzwaldwoelfin
Schwarzwaldwoelfin

Weinen

Wie wunderbar doch die Luft ist, nach so einem kostbaren Regen. Der Wald atmet reine, frische Luft aus und verströmt sich in wohlriechendem reinen Duft.

 

Die Pflanzen erscheinen frisch gewaschen, fast wie blank poliert. Sie glänzen und wetteifern um die höchste Strahlkraft. Und an manchem Blatt rollt noch ein letzter Tropfen herab, um sich am Blattrand noch eine Weile festzuhalten ... ehe er fällt.

 

Bei Menschen ist es auch so, wenn sie weinen.

 

Auch wenn die Phase des Weinens zunächst einmal heftig ist und sie erschüttert, so ist der Mensch doch danach wie reingewaschen. Seine Augen können wieder strahlen und glänzen ... ganz wie die Pflanzen nach dem Regen.

 

Und wenn sich eine letzte Träne noch über die Wange stiehlt und am Kinn hängen bleibt ... sind die Lippen schon wieder bereit, sich zu einem Lächeln zu erheben.

 

Natur ohne Regen ist wie ein Weg durch die Wüste.
Ein Mensch ohne Tränen vertrocknet.

 

Deshalb Mensch ... weine und reinige dich von all dem Staub des Lebens. Schenke der Erde deine Tränen und halt sie nicht fest. Das Strahlen ist nahe.

 

(© Gina K.)

 

Ich möchte Dir sagen ...

Ich möchte DIR sagen ...

 

Du kannst mich verfluchen … ich werde trotzdem nicht von dir lassen.

 

Du kannst mich hinauswerfen … doch ich werde geduldig vor deiner Tür stehen und warten.

 

Du kannst mich verleugnen und so tun, als gäbe es mich nicht … aber ich werde dich weiter mit allem versorgen, was du benötigst.

Ich werde dir Atem geben, Wasser und Licht.

 

Ja, selbst wenn du versuchst, mich zu töten … wird dein Tun nicht von Erfolg gekrönt sein. Ich werde still und leise neben Dir gehen.

 

Und wenn du wegläufst und versuchst mich hinter dir zu lassen … so bin ich dein Schatten, der Dir folgt.

 

Setzt du dich an den dunkelsten Ort und sperrst mein Licht aus ... so wirst du feststellen müssen, dass ich selbst in der Dunkelheit noch anwesend bin.

 

Und selbst wenn du versuchst, mich auszulöschen, indem du dich selbst tötest ... werde ich da sein und dich in Empfang nehmen.

 

Was immer du tust … ich bin da.

 

Gott

 

(© Gina K.)

 

Spirituelle Arroganz

Wohl nirgendwo ist mir mehr Arroganz begegnet, als in der spirituellen / esoterischen Szene. Immer wenn ich dachte, ich wäre auf jemanden gestoßen, der ein "echtes" spirituelles Leben lebt, durfte ich bald darauf wieder erfahren, wie Pfeile von dort abgeschickt wurden, auf denen stand: "Ich weiß es aber" oder "ich habe Recht". Das Ego kann nirgendwo so aufgebläht werden wie unter dem Deckmantel der Spiritualität.

 

Es gibt nur sehr, sehr wenige Begegnungen, von denen ich sagen würde: "Ja, dieser Mensch hat verstanden und lebt nicht mehr sich sondern seinen Dienst für das Höhere."

Viele machen es sich in dieser neuen Zeit sehr einfach, indem sie einfach sagen: "Alles ist so, wie es ist und deshalb brauchen wir uns auch keine Gedanken darüber machen. Wir müssen es nur annehmen, weil alles von Gott kommt. Auch das Leid, das Dunkle, das Böse." Somit müssen wir uns um nichts kümmern.


Dies widerspricht völlig meiner eigenen Meinung.

 

Wenn wir auf dieser Schiene reisen, werden wir alles an Migefühl verlieren, was wir haben. Wir werden zuschauen, wie es anderen schlecht geht und milde dabei lächeln, weil wir glauben, das müsse so sein und entspricht dem Höheren Plan. Nein - dafür sind wir ganz sicher nicht auf die Erde gekommen.

 

Die Erde ist dazu da, um ein Erdenleben zu führen und im Himmel werden wir ein himmlisches Leben führen. Beides hat seine Zeit und muss erfüllt werden. Wenn wir den Himmel auf die Erde holen und die Erde mit in den Himmel nehmen ... haben wir unsere Aufgabe erfüllt.

Im Gegenzug gibt es dann noch jene, die glauben, alles zu wissen und großzügig "Licht und Liebe" verteilen, um dann plötzlich beleidigt zu reagieren, wenn jemand sie hinterfragt. Wer heute "Energiebehandlungen" anbietet und sich diese auch noch für viel Geld bezahlen lässt, der sollte sehr, sehr gut geprüft werden. Woher soll ich denn wissen, ob dessen Energie tatsächlich frei und rein ist ? Wie schnell ist da etwas übertragen, das ich gar nicht haben will ? Der Grat ist sehr schmal, auf dem man erkennt, wer echte Hilfe anbietet und in welcher Form.

 

Die eigentliche Kunst der hohen Spiritualität liegt darin, die rechte Zeit zu erkennen. Es gibt Zeiten zum Handeln, es gibt Zeiten zum Schweigen, es gibt Zeiten zum Reden und es gibt Zeiten still und leise weiterzugehen. Eines aber liegt all dem zugrunde ... das ist das Dienen. Dienen aber bedeutet gelebte Demut. (Demut = diomuoti (althochdeutsch) = dienstwillig).

Demut vor Gott heißt ihm zu dienen. Und wer ihn an erste Stelle stellt, wird niemals behaupten, etwas zu wissen. Denn alles, was wir empfangen, ist so viel größer. Ja, es ist so groß, dass wir sein Wissen nicht einmal im Kleinsten erfassen können. Aus dieser Quelle, erhalten wir das Reinste, was wir erhalten können. Warum sich also an Menschen, anstatt an die Quelle wenden ? Wenn wir uns unterordnen unter dieses große Eine, dann werden wir zu jedem Zeitpunkt erhalten, was wir benötigen, was wir wissen müssen ... alles.

 

Ich weiß, ich wiederhole mich ... aber mein Lebensmotto lautet "An den Früchten werdet ihr erkennen" und so betrachte ich mir die Früchte und entscheide dann, ob ich die persönliche Wahrheit eines Menschen annehme oder nicht. Für mich persönlich ist die höchst gelebte Spiritualität die der Bescheidenheit ... der Demut ... im Vertrauen auf Gott.

 

Ihm allein fühle ich mich verpflichtet - und sonst niemand.

 

(© Gina K.)

 

 

Metamorphose

So wie eine Raupe zu einem Schmetterling heranwächst, reift auch der Mensch, um sich eines Tages zu erheben und davon zu fliegen.

 

Die Raupe, die oft unansehnlich, zuweilen hässlich, erscheint, kriecht zunächst einmal auf dem Boden, stets auf der Hut, nicht zertreten oder aufgefressen zu werden. Ausgeliefert an die Schwerkraft der Erde, muss sie ihren Weg zurücklegen, ehe sie weiter darf ... Dann aber ... wenn sie zum Schmetterling erwacht ... kann keiner sie mehr aufhalten. Zitternd erbeben ihre zarten Flügel und schell schwebt das zarte Faltertier in die Lüfte ... engelsgleich ... fein ... rein ... göttlich.

 

So wird es auch beim Menschen sein ... noch kriecht er im Staube ...

 

(Gina K.)

Wahre Größe erreicht man nicht, indem man als Weiser unter Weisen wohnt, sondern indem man sich als Weiser inmitten der Welt bewegt.

 

Askese führt vielleicht zu Weisheit, nicht aber zu wahrer Größe.

 

(© Gina K.)

 

Anders

Ein Meer von Sonnenblumen auf diesem großen Feld,
an dem ich – fast täglich – entlang spaziere.

Gelb strahlt es mir entgegen,
wie immer in diesen Tagen des Sommers.

 

Heute aber ist etwas anders.

Mein Blick fällt in die Mitte des Feldes und wird angezogen …
wie selbstverständlich,
von dieser einen Sonnenblume.

 

Ich gehe näher …
… und staune.

 

Da steht sie …
diese Eine … diese ganz Besondere,
die so völlig anders ist, als all die sie umgebenden.

Während all die anderen
ihre Köpfe leicht hängen lassen in der Mittagshitzenglut,
steht sie da …
stolz und erhaben ...
eine Königin unter den Sonnenblumen.

 

Nicht nur ein Köpfchen ziert ihr Haupt …
Es sind gleich fünf an der Zahl …
Während das Mittlere sich noch anstrengt, sich nach oben in die Mitte zu kämpfen, sehen sich die anderen schon neugierig um.
Eines blickt nach Osten,
eins nach Süden,
eins nach Westen
und eines hat den Blick nach Norden gewandt.

 

Warum ist sie mir noch nie aufgefallen …
diese besondere Sonnenblume ?
War ich unaufmerksam …
blind ?

 

Wie schwer sie doch zu tragen hat ...
mit ihren vielen Kronen.
Und doch ...
sie scheint die Kraft zu haben ...
während andere,
mit nur einer Blüte
bereits eingeknickt sind.

 

Ab heute nun weiß ich um sie
Und werde sie nie wieder
ohne Beachtung lassen.

Willkommen in meiner Welt …
du Eine … du Besondere …

 

(© Gina K.)

Sommerabend

Nicht jeder Sommerabend ist so, dass man im Garten sitzen und dem letzten Zirpen der Grillen zuhören kann.

 

Heute ist so ein anderer Sommerabend.

 

Der Tag hatte es schwer.
Es mußte die Schwüle aushalten,
hatte mit Regen und Gewitter zu kämpfen
und die Launen des Himmels zu ertragen.

 

Müde senken sich nun die Zweige der Bäume,
um Blumen und Gräser zuzudecken.
Die Vögel verstummen und
stellen ihre Flüge ein.

 

Heute ist Sonntag.
Für uns geht ein Tag der Entspannung zu Ende.
Doch für Mutter Natur ist jeder Tag voller Arbeit.
Sie kennt keinen freien Tag.

 

Und während wir nun nach Hause gehen
und unser Haupt zur Ruhe betten,
erwacht im Wald bereits neues Leben
und wieder ist es Mutter Natur
die Wache hält.

Ob Reh, ob Fuchs, ob Dachs ...
alle dürfen sie kommen
und finden Schutz bei dieser
wundervollen Mutter -
unserer Mutter Natur ...
die niemals schläft.

 

(© Gina K. )

Sommermittag

Wo morgens noch
die frische Brise des Windes
für Kühle sorgte ...
ist die Luft nun schwer geworden.

Unheilvoll liegt eine Schwere über dem Land.

 

Die Hunde laufen träge neben mir her ...
hechelnd hängen ihre Zungen aus dem Maul

und gesenkten Hauptes schleichen sie dahin,
als würde sie ein schlechtes Gewissen plagen.

 

Am Waldrand angekommen
legen sie sich sofort nieder ...
im Schatten der Bäume
und warten, was weiter geschieht.

 

Ich gönne ihnen die kurze Erholung
und sehe dem bunten Treiben
der Schmetterlinge zu.
So viele, dass ich sie nicht zu zählen vermag
flattern aufgeregt von einer zur anderen Blüte.

Warum sie wohl so ruhelos sind ?

 

Beim Betrachten, denke ich,
dass Gott wohl schon der größte Künstler
gewesen sein muss.

Wie fein er das Material gewählt hat,
auf dass er die bunten Farben tupfte.
Wie Pergament ...
so zart ...
so durchscheinend ..
voller Farbkraft, die kein Künstler mischen kann.
Und dazu noch voller Leben.

 

Mein Blick schweift weiter ...
weg von den Faltern ...
hin zu den leuchtenden Farben
der schönen Wiesenblumen.

Da stehen sie ...
völlig ruhig und gelassen,
ohne jede Bewegung,
als würden sie ihre Kraft aufsparen,
das nahende Gewitter zu meistern.

 

Schon naht von Ferne ein Grollen.
Die Hunde werden nervös,
schauen besorgt zum Himmel
und dann bittend zu mir.

Ich komme ihrer BItte gerne nach
und lade sie ein,
nach Hause zu gehen ...


an diesem Sommermittag.

 

(© Gina K.)

Sommermorgen

Der erste Gang am Morgen
erfüllt mein Auge mit Licht.

 

Das abgeerntete Kornfeld liegt vor mir
wie pures Gold.
Wertvoll und kostbar glänzt das Land unter ihm.

 

Ich verharre ...
lasse meinen Blick schweifen
über die wogenden Maisfelder,
die mich umgeben.

Die Sonne tanzt auf ihnen
in lichten Schritten.
Der Wind bewegt sich dazu
im Wippen der Blätter.

 

Ich atme ein.
Kostbare Erinnerung an ein
wogendes Meer
wird in mir wach.

 

Der laue Wind streift
sacht über meine Haut
und ein letztes Mal
atme ich die Stille ein,
ehe ich mich umdrehe
und zurück in den Tag gehe.

 

Wie kostbar ...
ein solcher Sommermorgen.

 

(© Gina K.)

Vertrauen

Wir Menschen reden immer von Vertrauen. Aber kaum einer vertraut.

 

Stets wollen wir, dass wir anderen vertrauen können ... dass andere vertrauenswürdig sind. Doch zweifeln wir sie immer wieder an.

Leider oft zu Recht ... die Mehrzahl der Menschen ist tatsächlich vertrauensunwürdig. Das liegt aber nicht daran, dass sie es nicht sein könnten, sondern eher daran, dass sie nicht authentisch leben und ihrer Umwelt ein anderes Bild von sich zeigen, als das, was sie wirklich sind.

 

Ganz anders bei Gott!

 

ER ist in absoluter Weise vertrauenswürdig.
Nur ... ist es hier noch schwerer, ihm zu vertrauen.
Noch schwerer ... nicht zu zweifeln,
Denn IHN ... sehen wir ja nicht einmal mit unserem bloßen Auge.

 

Das ist die eigentliche Kunst des Lebens.
Ihn wahrzunehmen, in dem, was ER ist.
IHM zu vertrauen und absolut sicher zu wissen, dass er uns alles gibt, was notwendig ist.

Er wird uns nicht geben, was wir nicht brauchen - zum Schutz unserer Selbst. Aber er wird uns alles geben, worum wir bitten ... wenn wir es benötigen. Und zwar genau dann, wann wir es benötigen.

 

Dem zu vertrauen - das ist gelebter Glaube.

 

Seht ... es ist wie mit den Weintrauben vor meinem Fenster.
Noch sind sie nicht reif. Sie hängen noch in grüner Farbe an den Rebstöcken ... völlig ungenießbar. Bald aber werden sie blau sein ... bereit für die große Ernte. Was sie aber bis zu diesem Tag gebraucht haben, das wird oft übersehen. Sie mussten sich emporkämpfen, damit sie hier bei mir vor dem Fenster landen. Sie benötigten Wasser und Sonne, um versorgt zu werden. Manchmal bekamen sie viel davon, manchmal wenig. Und sie mussten Stürme überstehen ... Blitz, Donner, Hagelschlag ... Doch dann eines Tages ist alles überstanden. Sie sind herangereift zu Perlen ... dunkelblauen Perlen ... und in ihnen ist keine BItterkeit mehr ... nur unendliche Süsse.

 

(© Gina K.)

Arm und Reich

Warum Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden ... kurz erklärt.

 

Wie bei allem, was ich schreibe, handelt es sich hierbei nur um meine persönliche Ansicht und Beobachtung.

 

Ein reicher Mensch verfügt über das Wesentliche, das es braucht, um reich zu werden Nämlich: er verfügt über Geld und Zeit. Das Geld, das er besitzt, erlaubt ihm, Zeit zu haben, weil er nicht zwangsweise "anschaffen" gehen muss. Dadurch, dass er Zeit hat, kann er diese Zeit nutzen, um Dinge zu tun..., die ihm wieder Geld bringen. So kann er z.B. sein Hobby zum Beruf machen ... er kann in jeder Form kreativ sein, weil er die Zeit dazu hat und er sich das Material dazu leisten kann. Oder er kann sich durch Seminare und Kurse weiterbilden, kann Ausbildungen absolvieren, die ihn interessieren und all das bringt ihm weiter finanzielle Mittel ein. Kurzum ... er hat die Möglichkeit immer wieder neu zu investieren ... in Altes oder in Neues.

 

Ein Mensch, der nichts hat, wird es sehr schwer haben, aus Nichts viel zu machen. Da er gezwungen ist, täglich zur Arbeit zu gehen, schafft es kaum einer, darüber hinaus auch noch so kreativ tätig zu werden, dass er sich davon eine neue Existenz aufbauen kann.

Deshalb stimmt der Spruch absolut: Reiche werden immer reicher - Arme immer Ärmer. Wenn aber all die Ärmeren weltweit nicht mehr arbeiten gehen würden, so könnten auch die Reichen bald nicht mehr viel mit ihrem Geld anfangen ... denn wer die Rädchen am Laufen hält, das sind nicht die Investoren. Es sind die Tätigen.

 

Ich - für meinen Teil - bin mir sicher ... der Tag wird kommen, an dem all das zusammenbrechen wird. Denn auf Dauer gesehen, hat es keinen Bestand. Das war schon zu allen Zeiten so. Und dann fangen alle wieder an aufzubauen ... die Armen und die Reichen. Wer es dann wohl einfacher hat ?

 

(© Gina K.)

 

Loslassen ...

Was bedeutet "loslassen" ? Wird es nicht so oft falsch verstanden ? Los-lassen ... das Los (Schicksal / Gott) machen lassen ... zurück ins UR-Vertrauen gehen. Das ist loslassen. Wenn wir vom Leben aufgefordert werden, loslassen zu müssen ... dann müssen wir Vertrauen haben ... Vertrauen in die Ursprungsquelle ... und wissen, dass alles gut ist ... genau so wie es ist. Loslassen ... der Schöpferkraft überlassen ... So können wir frei werden.

 

(@ Gina K.)

Ist der Mensch wirklich die sog. Krone der Schöpfung ?

Gestern habe ich den Text eines Predigers gehört. Er machte mich wütend. Warum? ... Weil dieser Prediger, wie so viele unter ihnen, die Tiere darstellte, als hätten sie nur einen geringen Stellenwert. Der Mensch dagegen sei die "Krone der Schöpfung". Wenn ich so etwas höre oder lese, bekomme ich regelmäßig einen Knoten im Bauch.

Und dann vernahm ich folgende Worte:

Wer ist es, der immer bei dir ist und dir stets die Treue hält?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich liebt und annimmt, gerade so wie du bist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir deine Fehler verzeiht und dir nichts nachträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dich tröstet in schweren Zeiten, wenn keiner mehr da ist?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist es, der dir Entscheidungsfreiheit läßt und jede deiner Entscheidungen geduldig mitträgt?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Wer ist geduldig, treu, tröstend, freundlich, unaufdringlich, aufmerksam und bedingungslos liebend?
Gott, nicht wahr?
Ja!

Und nun tausche das Wort "Gott" in jedem dieser Sätze durch das Wort "dein Hund" aus.

Und danach wiederhole dasselbe, indem du das Wort "Gott" mit "der Mensch" ersetzt.

Und dann frage dich, wer von beiden mehr göttliche Eigenschaften aufweist.

Der Mensch oder das Tier ?

(01.04.2017 - © Gina K.)

 

Was würde wohl Jesus sagen, wenn er heute hier ankäme und Tierversuchslabore besuchen würde ... wenn er in Schlachthäusern zu Besuch wäre ???

 

Was würde er uns mitteilen und raten, wenn er all die vielen menschlichen Wracks erleben würde ? ... wie sie leben ... wie sie sich ernähren ... mit was sie sich beschäftigen ???

 

ARBEITGEBER und ARBEITNEHMER

 

Wann ist ein Arbeitnehmer ein guter Arbeitnehmer?

 

Wann ist ein Arbeitgeber erfolgreich?

 

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

 

Sehr viel … sehen Sie selbst …

 

Wann sind Sie als Arbeitnehmer richtig gut, in dem, was Sie tun?
Ganz einfach … wenn Sie zufrieden sind.

 

Und wann ist Ihr Arbeitgeber so richtig erfolgreich?
Auch ganz einfach … wenn er hochmotivierte Angestellte hat, die gerne für ihn arbeiten.

 

Ein Unternehmen wird – ob sich das nun ein Arbeitgeber eingestehen mag oder nicht – IMMER getragen von den Menschen, die darin arbeiten. Sind diese Menschen zufrieden, werden sie automatisch gute und große Leistungen vollbringen. Sind sie unzufrieden, wird sich das langfristig auf das Unternehmen auswirken. Ein Teufelskreis entsteht. Am Ende steht der Ruin für beide Parteien.

 

Wann ist ein Arbeitnehmer nun aber zufrieden?
Ist er zufrieden, wenn er wenig arbeiten muss und dabei auch noch viel Geld verdienen kann?
NEIN! Ganz im Gegenteil. Die meisten Menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, wollen arbeiten und sie wollen am Abend ihren Arbeitsplatz mit einem guten Gefühl verlassen.

 

Ein Arbeitnehmer ist dann zufrieden, wenn er die Möglichkeit hat, sich in dem, was in ihm angelegt ist, zu entfalten. Wenn er das, was ihn interessiert und was ihm wirklich Spass macht, leben kann. Das bedeutet sehr oft, dass Arbeitnehmer an völlig falschen Plätzen sitzen. Und das nur, weil sie sich einmal in jungen Jahren für einen Beruf entschieden haben, den sie erst viel später als für sie ungeeignet betrachten. Manchmal ist es auch nur so, dass der Beruf zwar viele Jahre gepasst hat, die Person sich aber mit den Jahren innerlich verändert hat und dadurch auch die Beschäftigung nicht mehr zu ihr passt.

 

In reifen Jahren jedoch noch einen Wechsel im Berufsleben vorzunehmen, ist hier zu Lande kaum möglich. Quereinsteigerangebote gibt es nur sehr wenige und wenn, dann wird der Neuankömmling nur all zu oft finanziell benachteiligt.

 

Das alles ist sehr, sehr schade, denn …

 

Hätte ein Unternehmen in der Hauptsache Arbeiter und Angestellte, die sich am richtigen Platz fühlen, so hätte es schon dadurch einen Gewinn eingefahren.


Ein Arbeitnehmer, der sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, der das, was er tut, gerne und mit Spaß tut, der wird immer hinter seinem Arbeitgeber stehen und gerne für ihn arbeiten.

Ich bin absolut sicher, wenn Unternehmen sich dafür öffnen würden, Menschen ernst zu nehmen, die sagen, dass sie gerne nochmal etwas völlig Neues tun möchten, weil sie erkannt haben, dass das Alte sie nicht mehr zufrieden stellt, könnten sie einen ganz neuen Aufstieg erleben.

 

Nicht das, was ein Mensch einmal gelernt hat, ist entscheidend für den Erfolg.
Entscheidend ist, was er von Herzen gerne tut.


Es gibt Menschen, die haben so wundervolle Anlagen und Talente, die sie nicht einsetzen können, weil sie schlicht nicht die Chance dazu erhalten. Viel zu viele Menschen werden reduziert auf ihre Ausbildung, die sie viele Jahre vorher absolviert haben. Dabei wird übersehen, was wirklich in ihnen steckt und wo sie tatsächlich effizient und gewinnbringend einsatzbar wären.

 

Ein weiterer Punkt ist – aber das ist nichts Neues – die Achtung der Mitarbeiter.
Ich kenne so viele Unternehmen, in denen Geschäftsführer, Arbeitgeber oder Vorgesetzte auf ihre Arbeiter und Angestellte herabblicken. Sie sehen sie als Ausführende, wogegen sie sich selbst als Gesetzgebende erleben. Ein solches Verhältnis ist immer ein sehr, sehr schlechtes. Wenn Angestellte funktionieren und nicht aufmucken, heisst das noch lange nicht, dass sie in Gedanken ihre Vorgesetzten nicht verfluchen und hassen. Wie soll so ein Verhältnis gewinnbringend sein? Da werden Energien ausgetauscht, die nicht sichtbar, aber doch sehr wirkungsvoll sind.

 

Gewinnbringend kann nur sein, wenn eine gewisse gegenseitige Achtung entsteht.
Achtung heißt, dass Arbeitnehmer ihre Vorgesetzten in ihrer Position wahrnehmen und akzeptieren, dass Entscheidungen dort getroffen werden und dass es diese zu akzeptieren gilt.


Achtung heißt aber auch, dass ein Arbeitgeber ganz klar sehen sollte, dass er ohne seine Arbeitnehmer nichts bewirken kann. Ohne seine Arbeitnehmer müsste er seine Werke schließen, denn ohne sie wäre er nicht in der Lage zu handeln.

 

Ein optimales Arbeitsverhältnis wäre also, wenn beide Teile sich gleichermassen wohlfühlten. Wenn Menschen dort Leistung bringen dürfen, wo sie es gerne tun und wo Arbeitgeber ihre Mitarbeiter wieder als vollwertige Menschen anerkennen, als Menschen, die es ihnen ermöglichen, ein Unternehmen zu führen. Ist sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zufrieden, so wird eine Firma den höchstmöglichen Gewinn erzielen und beide könnten gut damit leben. Die persönlichen Anlagen eines Mitarbeiters geben Auskunft darüber, wo er sinnvoll wirken kann. Das setzt aber voraus, dass ein Arbeitgeber ein ehrliches Interesse an seinem Mitarbeiter hat und seine persönlichen Vorlieben berücksichtigt.

 

Ein Beispiel hierfür, was ich schon häufig angeführt habe, ist die vorgeschriebene Arbeitszeit. Viele Firmen haben dies in den zurückliegenden Jahren bereits erkannt und dann die Gleitzeit eingeführt. Es hat sich herausgestellt, dass dies eine sehr sinnvolle Sache war. Es gibt Menschen, die am liebsten und am kreativsten am frühen Morgen arbeiten. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch selbst. Andere hingegen müssen einfach morgens etwas länger schlafen und bringen ihre Höchstleistung am Mittag. Menschen sind verschieden und es gibt nichts unproduktiveres als Menschen einander gleich machen zu wollen.

 

Die Zeit ist reif, zu erkennen, dass es auch im Jahr 2016 noch viel zu viele Sklaven gibt. Auch wenn das Erscheinungsbild ein anderes geworden ist. Heute sitzen Arbeitnehmer nicht mehr in Galeeren und rudern bis zur Erschöpfung für ihre Herren. Heute rudern sie in Gewässern, wo ihnen das Wasser bis zum Halse steht auf psychischer Ebene. Nie zuvor hatten wir in Europa so viele Kranke und Menschen im Vorruhestand wegen psychischer Probleme.

Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Firmen das Wasser bis zum Halse steht und sogar lang eingesessene Firmen ihre Tore schließen müssen. Nein, es ist kein Wunder, denn es gilt noch immer das universelle Gesetz: Wie außen – so innen … Schau, was du aussendest und du wirst erkennen, was du erhalten wirst.

 

Die Unternehmer, die auch heute noch über ihre Angestellten lachen, sie verspotten und behandeln wie die letzten Deppen, denen sage ich … Hochmut kommt vor dem Fall. Denn die Letzten werden die Ersten sein …

 

(© Gina Kaya, Juni 2016)